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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

klimawandel: Wer hat Lust, Bäume anzupflanzen?

27.10.2020

Oldenburg Bäume bedeuten Leben. Schon ein kleiner Baum von rund 20 Metern Höhe produziert circa 10.000 Liter Sauerstoff am Tag. Das reicht für fünf bis zehn Menschen, die am Tag je 500 bis 2000 Liter Sauerstoff benötigen.

Bäume nehmen Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und bremsen somit den Klimawandel. Bäume werden auch als „grüne Lunge“ bezeichnet. Bereits ein Baum filtert über seine Blätter und Nadeln bis zu 100 Kilogramm Staub pro Jahr aus der Luft.

Bäume bieten Nistplätze, Nahrung, Lebensraum und Schutz für die unterschiedlichsten Tiere.

Warum werden dann überall immer mehr Bäume gefällt?

Bäume schützen

Gudrun Anneken aus Oldenburg setzt sich schon viele Jahre für den Schutz und Erhalt von Bäumen in Oldenburg ein. Denn auch hier stehen aktuell 132 Bäume auf der Fällliste, die in den nächsten Wochen nach und nach aus dem Stadtbild verschwinden werden. Aus diesem Grund sucht Anneken Landfläche, circa 200-300 m², um dort Bäume zu pflanzen. Überdies soll dort eine Streuobstwiese entstehen, bienenfreundliche Blumen, Sträucher und Büsche gesät werden.

„Ich mache mir Sorgen um unsere Zukunft, Bäume sind so wichtig. Deshalb möchte ich etwas positives, nachhaltiges tun“, sagt Anneken.

Die 68-jährige ist in Kreyenbrück aufgewachsen und mit Natur und Tieren groß geworden. Naturschutz lag ihr schon immer am Herzen. Bereits etliche Jahre setzt sie sich für verschiedene Projekte ein und nimmt aktiv an Bürgerversammlungen teil.

Kampf um Oldenburgs Bäume

Die Stadt Oldenburg hat keine Baumschutzsatzung. Anneken hält diese jedoch für überaus notwendig. Ein weiterer wichtiger Punkt, für den sie steht und kämpft, ist der Erhalt des Altbaumbestandes. Ein Baum kann mehrere Tausend Jahre alt werden, so ist es nur logisch, dass er auch über viele Jahre heranwächst. Wird also ein sehr alter, großer Baum gefällt und ein neuer gepflanzt, dauert es circa bis zu 70 Jahren, bis er ausgewachsen ist. Diese Rechnung geht also erst viele Jahre später auf. Kompensationspflanzungen ersetzen halt nicht die alten Bäume.

Von Niederlagen hat sich Anneken jedoch nicht unterkriegen lassen. 2013 kämpfte sie für das Biotop am Kielweg. Monatelang verschaffte sie sich bei der Verwaltung Gehör, sammelte Unterschriften und organisierte einen Infostand. Letztendlich wurden die Bäume in Kreyenbrück doch gefällt. Wütend darüber, kettete sich die ehemalige Lehrerin an einen der Baumstümpfe und protestierte zusammen mit einem Bekannten.

Mit den eigenen Händen

Naturschutz versus Wohnungsbau. Dazwischen gilt es, einen Kompromiss zu finden. Anneken möchte jedoch nicht nur mit Argumenten etwas bewegen, sondern auch mit den Händen. Selbst anpacken.

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Mit ein paar Hundert Quadratmeter Land könnte sie einiges tun. Dazu eingeladen sind alle, die Lust haben, Oldenburg und seine Natur zu unterstützen. Auch Projekte mit Schulen beispielsweise könnten dort realisiert werden.

Wer 200-300 m² Land zu verkaufen hat, melde sich bitte telefonisch bei Gudrun Anneken unter 0441/81632.

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