Oldenburg - Lange war Hase ein Gefangener. Ausgangssperre! Das ist nicht nett, aber nötig, wenn man als Neuling vom Tierheim in eine Familie wechselt. Schließlich muss sich der Kater erst einmal an sein neues Umfeld gewöhnen, eine Bindung aufbauen und Gründe ausmachen, warum es sich lohnt, nach einem Streifzug auch wieder zurückzukehren (gutes Futter ist ein effektives Argument). Zudem hat der Tierarzt ihm ein paar Impfungen verpasst, die erst ihre Wirkung entfalten müssen.
Zu Beginn von Hases Aufenthalt war das gar kein Problem. Ein paar offensive Bewegungen in der offenen Tür hielten ihn bereits davon ab, sich nach draußen zu wagen. Doch mit der Zeit wurde der Kater mutiger. Irgendwann hatte er begriffen, dass wir kaum eine Chance haben, ihn aufzuhalten, wenn er schnell genug Richtung Tür tigert. Daher begann die Zeit der Türspiele: Kater ins Wohnzimmer, Tür zu, Haustür auf, Einkäufe rein, Haustür zu, Wohnzimmertür wieder auf, maunzende Beschwerde von Hase, weil die Haustür zu ist.
Inzwischen hat sich das Problem gelöst: Hase darf endlich nach draußen und tobt durch die Gegend. Zuerst warteten wir noch bang wie bei einem Jugendlichen auf der ersten Party, ob er zurückkommen würde. Inzwischen wissen wir, dass er schon wieder auftaucht. Wir haben ja gutes Futter.
Weitere Folgen von „Ein Zuhause für Hase“
Folge 1: Blind Date mit Kater
Folge 2: Personal stellt sich vor
Folge 3: Kater mit Garantie
Folge 4: Trocken oder nass?
Folge 5: Niedlichkeit gibt’s nicht umsonst
Folge 6: Kater im Hausarrest
Folge 7: Mein fataler Irrtum bei der Katzentoilette
Folge 8: Was hilft gegen die Raubkatze auf dem Küchentisch?
Folge 9: Erziehungstipps zum Weltkatzentag
