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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Jetzt reicht’s! – Der Fußweg ist für Fußgänger

30.04.2018

Oldenburg Erinnert sich noch jemand an Knöllchen-Horst? Der Frührentner aus dem Harz machte in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen, weil er Zehntausende Verkehrssünder bei der Polizei anschwärzte. Auch ich habe über seine kleinlichen Aktionen den Kopf geschüttelt – bis ich neulich selbst keinen anderen Weg mehr sah und einen Falschparker meldete.

Kaum jemand mag Petzen. Auch ich bin bis heute der Meinung, dass man Unstimmigkeiten untereinander klären sollte, bevor man die Sicherheitsbehörden zu Hilfe ruft. Dieser Willen zum Miteinander ist dank vieler uneinsichtiger Autofahrer leider ein wenig unter die Räder gekommen. Ursache dafür ist das Parkverhalten in Ofen am Hainbuchenweg. Regelmäßig stellen dort Menschen, die zur Sparkasse wollen, ihre Fahrzeuge mitten auf dem Gehweg ab. Fängt einer an, scheinen die nachfolgenden Besucher den Ruf zu vernehmen „Hier ist alles erlaubt“ und folgen dem Beispiel.

Für Kopfschütteln sorgt dieses Verhalten bei mir vor allem, weil vor dem Geschäftshaus handgezählte 25 Stellplätze bereitstehen. Im Verhältnis zur Größe Ofens entspricht das in etwas dem Parkplatzangebot am Park der Gärten in Rostrup. Dass dieser Parkplatz nie komplett belegt ist, sondern dass man allenfalls ein paar Schritte zum Eingang der Bank laufen muss, kann sich jeder denken.

Stattdessen missbrauchen immer wieder Autofahrer den einzigen Gehweg, der in die Wohnstraße hineinführt, als Parkplatz. Dass Mütter mit Kinderwagen oder kleine Kinder mit ihren Fahrrädern deshalb auf die Straße ausweichen müssen, nur wenige Meter von der Hauptstraße Hermann-Ehlers-Straße entfernt (von der aus die Autos gerne mal schnell um die Ecke rauschen), darüber macht sich niemand Gedanken. „Sie können doch umzu gehen“, murren die Fahrer, wenn man sie darauf anspricht. Ich kann das vielleicht. Aber kann das mein Dreijähriger auch, ohne in Gefahr zu geraten? Und noch wichtiger: Muss ich darüber diskutieren, dass ich mir den Fußweg frei für Fußgänger wünsche?

Als kürzlich jemand drei Tage diesen Parkplatz wählte, reichte es mir und ich rief die Polizei. Ich hätte mich viel eher melden sollen, sagten mir die Beamten. Schuldgefühle solle ich nicht haben. Dennoch soll der Anruf eine Ausnahme bleiben. Ich bevorzuge weiterhin das direkte Gespräch in der Hoffnung, dass stetes Mahnen Verständnis weckt. Zum Knöllchen-Horst will ich keinesfalls werden. Es wäre hilfreich, wenn man mir dafür gar nicht erst einen Anlass geben würde.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114
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