Man kann zur geplanten Erweiterung stehen wie man will, sie begrüßen oder ablehnen, die Informationspolitik des Evangelischen Krankenhauses lässt zu wünschen übrig. Dabei müsste man es doch eigentlich besser wissen. Ob Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach oder Abriss der Wagenremise und Neubau des August-Carrées, die Nachbarschaft ist leidgeprüft. Dass sie nun gegen die Erweiterung der Klinik protestiert, ist nachvollziehbar. Ein Wohngebiet soll zum Sondergebiet werden. Für die Nachbarn bedeutet das einen großen Verlust an Wohn- und Lebensqualität. Sie stellen vor dem Hintergrund der angekündigten Fusion von Pius-Hospital und Evangelischem Krankenhaus zurecht auch die Notwendigkeit infrage.
Dass die Planungen zur ersten Sitzung des neu zusammengesetzten Bauausschusses vorgestellt wurden, die dort gezeigte Powerpoint-Präsentation anschließend nicht in Gänze veröffentlicht wurde, ist Wasser auf die Mühlen derer, die ein abgekartetes Spiel zwischen Krankenhaus, Stadtoberen und wer weiß wem sonst noch befürchten.
Mal sehen, zu welchen Erkenntnissen die Politik kommt. Denn das letzte Wort hat mit der Genehmigung des Bebauungsplanes der Rat.
