Oldenburg - Spätestens 2020 sind viele Kreative zu Überlebenskünstlern geworden: Die Corona-Pandemie hat zahllose Freischaffende an finanzielle und nervliche Grenzen gebracht. Ein Grund mehr, sich auf die neunten „Offenen ARTeliers“ in Stadt und Region zu freuen.
Am kommenden Samstag und Sonntag werden 37 Oldenburger Künstler und Künstlerinnen von 11 bis 18 Uhr Einblick in Werk und Schaffen geben und Gäste in ihre Ateliers einladen.
Gabriele Böger
Persönliche Atmosphäre
Die Idee des alle zwei Jahre stattfinden Formates hat die Oldenburger Künstlerin Martina van de Gey aus ihrer Zeit in Köln mitgebracht. Organisiert werden die „Offenen ARTeliers“ vom Verein Freundeskreis Bildende Kunst und Bund Bildender Künstler (BBK) Oldenburg. Die Atmosphäre sei immer sehr persönlich, sagt Martina van de Gey – „Besucher können erleben, wie die Künstler arbeiten“. Bei Kaffee und Kuchen biete sich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Hier finden Sie eine Karte mit den Standorten der „ARTeliers“.
Geselliges Beisammensein unter Hygieneregeln ist dank zeitlicher und örtlicher Entzerrung möglich. Gäste sind selbstverständlich trotzdem aufgefordert Mundschutz zu tragen und am Eingang Namen und Adresse zu hinterlassen. Für die teilnehmenden Kreativen, allesamt professionelle Künstler, sind die „Offenen ARTeliers“ eine Chance in der Krise dringend erforderliche Präsenz zu zeigen, Werke zu verkaufen, neue Aufträge zu ergattern.
Malu Thören
Schwierige Zeiten
„Sämtliche Einnahmequellen, auch Kurse und Vermittlungsaufträge, sind das letzte halbe Jahr weggebrochen“, sagt Martina van de Gey, die sich über die rege Beteiligung der Oldenburger Kollegen und Kolleginnen – all die Überlebenskünstler – freut.
