Oldenburg - Mit dem „Fensterln“ kann man in Norddeutschland traditionell nicht ganz so viel anfangen. Schließlich handelt es sich dabei um einen Brauch aus dem süddeutschen Raum. Dabei steigt der Mann über eine Leiter durch das Fenster des Zimmers seiner geliebten Frau, um ihr die Aufwartung zu machen.
Kleine Kulturhäppchen
In etwas abgewandelter Form wird an diesem Samstag aber auch in Oldenburg gefensterlt. Denn in der Zeit von 16 bis 19 Uhr servieren verschiedene Künstler den Innenstadt-Besuchern kleine Kulturhäppchen. Immer aus Fenstern der Geschäfte, die sich in der Regel im ersten Stock befinden.
„Die Auftritte dauern nicht länger als zehn Minuten, um Menschenansammlungen unter den Fenstern zu vermeiden“, berichtet Bettina Koch von der Oldenburg-Tourismus und Marketing GmbH. Aus diesem Grund würde auch nicht verraten, wo und wann genau die Auftritte stattfinden.
Zwei weitere Termine
Wer an diesem Samstag keine Zeit hat oder einfach zur richtigen Zeit am falschen Ort ist, kann sich auf zwei weitere Termine freuen, an denen in der Oldenburger Innenstadt gefensterlt wird. Die Aktion wird am 18. Juli sowie am 1. August wiederholt.
Parallel dazu laufen weitere Veranstaltungen wie die 1. Oldenburger Wein-Rallye oder der Besuch von Graf Anton Günther, der an diesem Tag mit seiner Geliebten Elisabeth von Ungnad das Landesmuseum verlässt und die Fußgängerzone besucht und viel historisches zu berichten weiß.
