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Konzert in der Lambertikirche Ergriffene Stimmung löst sich in begeisterten Applaus

Volkmar Stickan
Der Lamberti-Chor brillierte in der Lambertikirche.

Der Lamberti-Chor brillierte in der Lambertikirche.

Oldenburg - Nach einer fast zweijährigen Zwangspause meldete sich der St. Lambertichor Oldenburg unter der Leitung von Tobias Götting eindrucksvoll in einem Konzert mit französischer Musik zurück.

Und es spricht für die Qualität dieses Chores, dass diese Zeit anscheinend spurlos an ihm vorbeigegangen ist. Alle Tugenden durch die sich dieser Chor schon lange auszeichnet – wie blitzsaubere Intonation, geschmeidiger und gut ausgehörter Zusammenklang, beeindruckende Klangfarben, sowie eine großartige dynamische Spannbreite – wurden hier in diesem Konzert wieder einmal deutlich dargestellt.

Dankbarkeit und Freude

Und in der vollbesetzten St. Lambertikirche spürte man förmlich die Dankbarkeit und Freude der beteiligten Sänger, Musiker und des Publikums darüber, endlich wieder einem großbesetzten Chorkonzert beiwohnen zu dürfen. Tobias Götting, der für seine Begeisterung und seinen Faible für französische Musik bekannt ist und der diese Begeisterung auf alle Beteiligten zu übertragen weiß, hatte ein Programm zusammengestellt, das in Maurice Deruflés Requiem op. 9 mündete.

Schon gleich vom dunkel gefärbten „Introitus“ an verstanden es Chor und Orchester, durch einen verinnerlichten und sehr intimen Klang zu fesseln – aber sie verstanden es auch, aufzumachen – wie im „Kyrie“ – ohne dabei zu forcieren und an Geschmeidigkeit zu verlieren.

Das „Sanctus“ über den impressionistischen Klangflächen von Orgel und Streichern war genauso ergreifend, wie die „Osanna“-Ausbrüche.

Gänsehautmoment

Ein Gänsehautmoment war das „Pie Jesu“, das von der Mezzosopranistin Wiebke Lehmkuhl mit großer, ausdrucksstarker Stimme gesungen- und nur von der Orgel und einem von Ulf Schade gespielten großartigen Cellosolo begleitet wurde.

Und auch der Bariton Florian Hille verstand es, mit seiner tragenden Stimme anzurühren und zu überzeugen. Im „Agnus Die“ und vor allem im abschließenden „In Paradisum“, dieser Musik wie aus einer anderen Welt, verspürte man die musikalische Verbundenheit und das geschlossene, gemeinsame Gestalten zwischen Tobias Götting und den Musikern und Sängern.

Herausragende Rolle

Dem französischen Organisten Thomas Ospital kam nicht nur im Requiem eine herausragende Rolle zu, sondern er hatte als Einstimmung darauf mit dem „Prélude et Fugue sur le nom d´Alain“ von Maurice Deruflé auch einen phantastischen Soloauftritt, in dem er sich als ein großartiger Gestalter erwies.

Ein Stück großer Orgelkunst in bester erzählender Widor-Tradition – meisterhaft gespielt.

In den „Danses sacrées et profanes“ von Claude Debussy kam die Harfenistin Gesine Dreyer begleitet von der Sinfonietta Oldenburg zu ihrem solistischen Auftritt. Der an einen altertümlichen Schreittanz erinnernde „Danse sacrée“ geht ohne Pause in den „Danse profane“ über und löst sich in den perlenden und rauschend gespielten Harfenläufen dieses weltlichen Tanzes auf.

Ein großartiges Konzert mit französischer Musik und hochmotivierten Instrumentalisten, Sängerinnen und Sängern.

Es dauerte etwas, bis sich die ergriffene Stimmung des Publikums in begeisterten Applaus löste.

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