Oldenburg - Auf die Leserinnen und Leser ist Verlass: Die NWZ suchte anhand einer Signatur, die ein Künstler unter seinen Federzeichnungen hinterlassen hatte, dessen vollen Namen. Das Telefon bei Michael Heckes, der die Kunstwerke aus einer Haushaltsauflösung übernommen hatte, stand nicht still: Okko Schmidt lautet Name, seines Zeichens Maler, Werbegrafiker und Zeichner.

Gut gekannt haben ihn Insea Köster von Laer und ihr Mann Michael vom Kösterhof in Ofen. Für sie hat er das Erbeermännchen entwickelt, das als Werbemittel für den Obst- und Gemüsehof noch heute fungiert. „Das muss so etwa 1996 gewesen sein“, erinnert sich Köster von Laer. „Er war ein angenehmer Zeitgenosse“, so Michael Köster. Auch einen Briefkopf hat Schmidt für die Familie entworfen. Und für den Stiefvater von Michael Köster, der einen Handel mit Tiefkühlkost betrieb, hat er ein Logo in Form einer „neunsternigen Schneeflocke“ entwickelt.

Okko Schmidt war demnach wohl mehr Zeichner und Grafiker, denn Kunstmaler. Aber seine Werke gehören auf jeden Fall in den Bereich von Kunst. Schwarz und Gelb seien seine Lieblingsfarben gewesen, so Köster. Unter anderem habe er auch für die Kuchenfabrik Brokat in Osternburg, die später zu Bahlsen gehörte, gearbeitet. Gewohnt habe er im Nedderend in Oldenburg. Viel mehr weiß man nicht über diesen sehr kreativen Menschen.

Eine Federzeichnung stammt aus dem Jahre 1926. Viele oldenburgische Objekte hat er gemalt. Das Schloss, das Staatstheater, das Degodehaus, einige Straßenzüge und andere mehr. Meist als schwarze Federzeichnung.

Michael Heckes hat Anfang des Jahres aus einer Haushaltsauflösung insgesamt 14 der Exponate von Okko Schmidt übernommen. Er möchte diese gern am 1. Adventssonntag 2021 im Heinrich-Kunst-Haus in Ofenerdiek ausstellen. Er ruft deshalb alle Leserinnen und Leser auf, ihm weitere Objekte für diese Ausstellung auszuleihen, um das Wirken von Okko Schmidt zu ehren: Tel. 0441/39013742.