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Kultur in Oldenburg Theater K startet in neue Saison

Jana Wollenberg
„Kaschmirgefühl“ erzählt von der Sehnsucht zweier Menschen, ein glückliches Leben zu führen.

„Kaschmirgefühl“ erzählt von der Sehnsucht zweier Menschen, ein glückliches Leben zu führen.

Oldenburg - Über eineinhalb Jahre lang konnte das Ensemble des Theater K nicht auf der Bühne stehen. „Es wird höchste Zeit“, sagt Bettina Stiller, Sprecherin der Kulturetage Oldenburg. Mit drei Premieren startet das Ensemble am 9. September nun in die neue Spielzeit.

Bild: Kulturetage

Bild: Kulturetage

 

„Visionen für einen Unort“

wurde eigens für die Stedingsehre in Bookholzberg geschrieben. Das Stück stellt die Fragen: Was soll mit dieser ehemaligen Nazi-Freilichtbühne passieren? Welche Rolle kann dieser Unort zukünftig übernehmen? „Dieses Stück liegt schon seit fast zwei Jahren in der Schublade“, sagt Stiller. Es sei wichtiger denn je, sich mit den rechtspopulistischen Strömungen auseinanderzusetzen. „Visionen für einen Unort“ soll Denkanstöße geben und einen neuen Impuls setzen. Am 9., 10. und 11. sowie am 15., 16., 17. und 18. September können Zuschauerinnen und Zuschauer das Stück auf der Stedingsehre erleben – jeweils um 19 Uhr. Die nächste Premiere steht am 25. September an: Passend zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Social Distancing hat sich der Leiter des Theater K, Uwe Bergeest, das Stück

„Kaschmirgefühl“

von Bernhard Aichner und Florian Eisler ausgesucht. „Im Kern geht es darum, wie sich Einsamkeit in den Menschen manifestiert und wie sie Auswege suchen“, verrät Stiller. Das Stück sei zwar vor der Pandemie geschrieben worden, passe aber gut in die aktuelle Situation. „Kaschmirgefühl“ erzählt von der Sehnsucht zweier Menschen, ein glückliches Leben zu führen. Die Sehnsucht nach einem Leben ohne Social Distancing treibt Gottlieb und Marie in die offenen Arme des anderen. Vorstellungen gibt es am 25. und 30. Oktober sowie am 1., 2., 7., 8. und 9. Oktober um 19 Uhr im Studio der Kulturetage.
Bild: Kulturetage

Bild: Kulturetage

Verrat, Verschleierung & Lüge, ist das nicht allzu menschlich? Diese Frage stellt das Stück

„Judas“

von Lot Vekemans, mit dem das Theater K am 24. Oktober die dritte Premiere dieser Spielzeit feiert. „Judas kommt selbst zu Wort, anstatt dass immer über ihn gesprochen wird“, sagt Stiller. Er versucht, seine Taten auf ein menschliches Maß herunterzubrechen und verfolgt auch die Fragen: Wie wahrhaftig ist unsere Gesellschaft? Und wem nützen die Unwahrheiten, die wir erzählen? „Es sind Fragen, die sich in unserer Gesellschaft oft wiederfinden.“ Die Vorstellungen sind am 24. Oktober sowie am 4. bis 6. November und 11. bis 13. November ab 19 Uhr zu sehen.

Für alle Vorstellungen gilt die 3G-Regel: Vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen haben Zutritt. Zur Überprüfung der Bescheinigung ist ein Ausweis nötig. Es gibt eine Abendkasse, es empfiehlt sich aber, Tickets online zu buchen. So wird auch die Erfassung von Kontaktdaten vereinfacht.

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