OLDENBURG - Nach längerer Zeit gibt es wieder eine komplette Leitungsebene im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte: Marco Noël wurde mit der Leitung der Primarstufe und dem Amt des Stellvertreters von Doris Moeller betraut. Moeller, die im Sommer 2011 Manfred Isstas ablöste, ist die erste Direktorin eines Niedersächsischen Landesbildungszentrums.

Das LBZH hat genau seit 30 Jahren seinen Sitz in der Stadt. Für Doris Moeller ist das eine Gelegenheit zurückzublicken:

„Am 19. Mai 1982 wurde der zweite Bauabschnitt am Lerigauweg fertiggestellt. Alle hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler konnten das moderne Schulgebäude beziehen. Die „alte“ Gehörlosenschule in Wildeshausen zog um nach Oldenburg und wurde umbenannt.“

Inzwischen werden in dem Kompetenzzentrum die hörgeschädigten Schüler aus ganz Nord-Niedersachsen auf modernste Weise unterrichtet. Ein speziell ausgebildetes Lehrerkollegium, unterstützt durch Erzieher, Sozialpädagogen und Psychologen, arbeitet mit den Schülern, „die hier aus den verschiedensten Gründen besser ausgebildet werden können als an der Regelschule“, so Moeller.

Angeschlossen ist ein Internat und eine Pädaudiologische Beratung mit Hausfrühförderung und Kindergarten. Der Mobile Dienst des LBZH besucht die vielen Schüler, die an den Regelschulen gut Fuß fassen konnten und berät die Schulen. Zur Inklusion sagt Doris Moeller: „Vorrangig muss sein, dass für jedes Kind der individuell beste Lernstandort gefunden wird.“