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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Unternehmerin als Zonta-Frau des Jahres geehrt

22.03.2019

Oldenburg Eine Tischlerlehre inmitten von Männern, eine Ausbildung in Klavierbau, damals ebenfalls eine Männerdomäne und dann die Übernahme des väterlichen Unternehmens: Der Weg von Linda Rosenkranz in den Beruf ist von Herausforderungen gepflastert. Das wurde bei der Preisverleihung „Zonta-Frau des Jahres“ am Mittwochabend im Musik- und Literaturhaus Wilhelm  13 deutlich.

Auch menschlich war die langjährige Chefin des Pianohauses an der Mottenstraße Vorbild. Davon legten ihre beiden Nachfolger an der Spitze des Unternehmens bei der Laudatio zur Auszeichnung „Zonta-Frau des Jahres“ beredt Zeugnis ab. Ulrich Punke und Nicholas Claaßen brachten viel von der Herzlichkeit und Wärme, aber auch der Entschlossenheit und Hartnäckigkeit der früheren Chefin auf den Punkt.

„Ich fahr’ jetzt Fahrrad“

„Erstmal Tee trinken“, „ich fahr’ jetzt Fahrrad“, „mittwochs habe ich meinen freien Nachmittag“ – Linda Rosenkranz hielt im Betrieb über vier Jahrzehnte zwar die Zügel in der Hand, wurde deutlich. Doch Ausgleich zum Beruf hatte nicht nur für sie selbst einen hohen Stellenwert. Sie achtete auch darauf, dass die Lebensqualität ihrer Mitarbeiter nicht zu kurz kam.

Ein Höhepunkt des Abends im „Wilhelm 13“ war die Vorführung eines Mitschnitts aus der TV-Show „Was bin ich?“ mit Robert Lembke aus dem Jahr 1972. Linda Rosenkranz war damals als erste Klavierbaumeisterin Deutschlands zu der TV-Sendung eingeladen worden. Mit den zehn zur Verfügung stehenden Fragen gelang es dem Frage-Team nicht, den Beruf zu erraten.

Kleidung und Studioeinrichtung der 70er-Jahre lösten im „Wilhelm 13“ bei den Zuhörerinnen und Zuhörern lebhafte Reaktionen aus. Der Umgang mit der Kandidatin (Lembke nannte Lina Rosenkranz „mein Kind“, „Fräulein“ und machte eine Anspielung auf ihren Mini-Rock) löste Kopfschütteln aus. „Unglaublich, was damals üblich war“, hieß es. Und: „Da sieht man aber auch, was sich im Umgang zwischen Frauen und Männern geändert hat.“ Was damals schon deutlich wurde: Linda Rosenkranz fiel positiv auf, überzeugte mit ihrer Leistung, die sie souverän und natürlich präsentierte.

Nicht selbstverständlich

Swantje Fisser-Beilfuss, Präsidentin des Zonta Clubs Oldenburg, unterstrich die Bedeutung des Lebenswerks. „Es ist wichtig, solche Leistungen aus dem Selbstverständlichen herauszuheben.“ Andere Frauen fühlten sich durch solche Vorbilder ermutigt und angespornt, sich auch selbst etwas zuzutrauen.

Der in den USA gegründete Zonta Club, der in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen feiert, engagiert sich für die Rechte von Frauen. „Wir helfen Frauen, ihnen zustehende Rollen in der Gesellschaft zu übernehmen“, erläuterte die Oldenburger Club-Präsidentin. Auch in Deutschland sei es nicht selbstverständlich, dass Frauen gleichberechtigt, selbstbestimmt und unversehrt leben. Als Handlungsfeld nannte Swantje Fisser-Beilfuss den Anteil von Frauen in den Parlamenten, der in Land und Bund derzeit kaum ein Drittel betrage.


Mehr Infos   zonta-oldenburg.de 
Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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