Oldenburg - Erst waren es 20 000, dann 100 000, jetzt bis zu 200 000 Euro: Nach dem Umwelt- hat nun auch der Verkehrsausschuss grünes Licht gegeben für eine weitere Aufstockung des Fördertopfes für den Kauf von Lastenfahrrädern und -anhängern. Ein Teil des jetzt nachgeschossenen Geldes ist aufgrund der hohen Zahl an Anträgen allerdings schon so gut wie vergeben.
Ursprünglich waren jeweils 10 000 Euro aus den Jahren 2020 und 2021 als Fördersumme vorgesehen. Nach einem Bericht unserer Redaktion über diesen Plan war die Nachfrage bei der Stadt allerdings bereits so hoch, dass die Haushaltsmehrheit aus SPD und Grünen die Summe auf insgesamt 100 000 Euro für dieses Jahr erhöhte. Dieses Geld war gemessen an den eingegangenen Anträgen allerdings wenige Wochen nach dem Start des Förderprogramms bereits aufgebraucht.
160 Anträge
Am Montag berichtete die Verwaltung im Verkehrsausschuss von rund 160 vorliegenden Anträgen für die Prämie. Würden sie alle bewilligt, müsste die Stadt bereits knapp 130 000 Euro auszahlen.
Das ist nun auch möglich, denn mit breiter Mehrheit stimmte die Politik einem Antrag der Grünen zu, den Fördertopf mit weiteren bis zu 100 000 Euro aufzustocken. Das Geld soll aus dem Klimafonds kommen, der für klimaschonende Maßnahmen entsprechendes Geld bereithält. Alle, die spät ihre Anträge eingereicht haben, können nun also ebenfalls einen Zuschuss zum Kauf eines Lastenrades oder Fahrradanhängers erhalten. Zudem können weitere Privatpersonen, Vereine, Verbände sowie Kleinstunternehmen, Selbstständige und Freiberufler Anträge einreichen.
Geduld nötig
Wer das Geld haben möchte, muss Geduld mitbringen. Der Kauf des Rades oder des Anhängers darf erst nach Zuteilung der Förderung erfolgen. Die Bearbeitung sei aufwendig, die zuständige Mitarbeiterin müsse viele Beratungsgespräche zum Thema führen, begründete Norbert Korallus, Leiter der Verkehrsplanung, die derzeit langen Wartezeiten bis zum Erhalt der Bescheide. Weitere Sorgen bereiten Antragsstellern die teils langen Lieferzeiten bei den Lastenrädern. Darauf will die Stadt reagieren: Sollte eine Lieferung nachweislich erst 2022 möglich sein, könnten Bürger formlos beantragen, dass der Zuschussantrag aufs kommende Jahr übertragen wird, so Korallus.
Gefördert werden von der Stadt:Lastenräder mit 50 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 800 Euro,Lastenpedelecs und Lasten-E-Bikes mit 33 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 1.200 Euro,Fahrradanhänger mit 50 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 150 Euro.
