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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Prozess gegen Messerstecher beginnt

22.11.2017

Oldenburg Die Tat hatte in der Stadt für Entsetzen gesorgt. Am 31. Mai gegen 18 Uhr war ein syrischer Vater zweier Kinder in der Fußgängerzone vor den Augen vieler Passanten mit mehreren Messerstichen getötet worden. Der mutmaßliche Täter: ein aufgrund diverser Delikte polizeibekannter 22-jähriger syrischer Flüchtling. Er soll aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben. Ab diesem Donnerstag muss sich der 22-Jährige wegen Mordes vor der Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten.

NWZ, 22. November 2017: Prozess gegen Messerstecher beginnt

Das Opfer hatte es gut gemeint: Kurz vor der entsetzlichen Tat hatte der 33-Jährige, dessen Frau zu jenem Zeitpunkt hochschwanger war, am Lappan einen Streit zwischen zwei 22-jährigen Landsleuten geschlichtet. Es ging um das Rauchen während des Fastenmonats Ramadan. Zwischen dem 22-jährigen Raucher und dem Angeklagten war es dabei auch zu körperlichen Attacken gekommen. Der Angeklagte hatte dabei stets den Kürzeren gezogen. Das wollte er offenbar nicht auf sich sitzenlassen.

Als der 33-Jährige dann Richtung Achternstraße weiterging, war ihm der Angeklagte gefolgt. Aufgrund der erlittenen Schmach soll er in der Achternstraße dem Opfer mehrere Messerstiche versetzt haben – ein Stich ins Gesicht und weitere in den Brustkorb.

Das Opfer verstarb noch am Tatort auf dem Pflaster der Achternstraße in der stark besuchten Innenstadt. Passanten hatten vergeblich versucht, bei dem stark blutenden Mann sofort Erste Hilfe zu leisten. Auch der Notarzt und die Ersthelfer konnten ihm nicht mehr helfen. Passanten und Zeugen zeigten sich nach der Bluttat schockiert. Der Angeklagte war zu Fuß und im Bus im Richtung Eversten geflüchtet, wo er wenig später festgenommen wurde.

NWZ, 2. Juni 2017: Schock und Entsetzen nach Bluttat in Fußgängerzone

Die Anteilnahme in der Bevölkerung war groß. Am Tatort wurden über Wochen Blumen, Kerzen und ein Bild des Getöteten aufgestellt.

Der Prozess gegen den 22-Jährigen beginnt an diesem Donnerstag um 14 Uhr im Sitzungssaal 1 des Landgerichts. Verhandelt wird unter hohen Sicherheitsvorkehrungen, eine entsprechende Verfügung wurde erlassen. So wurde die Durchsuchung sämtlicher Beteiligten und Zuhörer einschließlich der Medienvertreter angeordnet. Das Verfahren ist auf neun Verhandlungstage terminiert.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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