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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Muskelberge ganz ohne Aufbaustoffe

13.05.2019

Oldenburg Gigantisch, muskulös und stark sind Begriffe, die einem einfallen, wenn man die dicken Muskelpakete von Patrick Tusk sieht. „Mein Körper fühlt sich wie ein gut poliertes Fahrrad an – einfach großartig“, sagt der 23-jährige Student, der seit Jahren Natural Bodybuilding betreibt. Dabei handelt es sich um Bodybuilding, bei dem auf die Verwendung leistungssteigernder Medikamente kategorisch verzichtet wird.

Wettkampf in Oldenburg

Am kommenden Samstag, 18. Mai, läuft in der Weser-Ems Halle die 5. Internationale Deutsche Meisterschaft im Natural Bodybuilding, die Tusk mitorganisiert. Ausrichter der Meisterschaft ist der Verband „German Natural Bodybuilding & Fitness Federation (GNBF).

„Es ist toll, dass wir die Meisterschaft nach Oldenburg holen konnten“, freut sich Tusk. Bodybuilding sei für viele Menschen ein negativ behafteter Sport. „Man denkt sofort an Steroide, Anabolika und Hormone, die sich die Leute einwerfen, um möglichst schnell dicke Muskeln zu bekommen“, sagt Tusk. Von den sogenannten Stoffern distanziere sich sein Verband aber strikt.

Grenzen überschreiten

„Beim GNBF geht es darum, aus seinem Körper das Beste zu machen, ohne ihn künstlich aufzublasen“, erklärt er die Philosophie. Dabei gehe es natürlich darum Grenzen zu überschreiten und immer noch eine Schippe draufzulegen. „Man muss seine Gesundheit aber immer im Blick behalten – auch das gehört zum täglichen Kampf dazu“, erklärt Tusk.

Und das sei alles andere als einfach. „Wenn man sich auf einen Wettkampf vorbereitet, gehört mehr dazu als einfach nur Gewichte zu bewegen. Man muss seine Ernährung anpassen, Kalorien zählen und sich dem Hunger stellen, wenn man den Körperfettanteil reduzieren und die Muskeln aufbauen will“, erklärt Tusk. Dafür müsse man viel über Stoffwechsel, Nährstofflehre und die verschiedensten Körperfunktionen verstehen.

Am Wettkampftag wird präsentiert

Dunkelbraune Farbe auf der Haut

Denn am Wettkampftag muss der Körper perfekt aussehen. Da gehe es nur noch um die Präsentation. „Deshalb malen sich die Athleten auch mit dunkelbrauner Farbe an, damit die Konturen der Muskeln noch deutlicher hervortreten“, erklärt Tusk.

Das Gefühl in dem Moment sei jedoch nicht besonders schön. „Wenn man hungrig und angemalt auf der Bühne steht und dann auch noch alle Scheinwerfer auf einen gerichtet sind, wünscht man sich, dass das alles bald vorbei ist.

Patrick Tusk BILD: W. A. Meyer

Die Deutsche Meisterschaft

Zur Meisterschaft des Vereins „ German Natural Bodybuilding & Fitness Federation“ in Oldenburg werden mehr als 200 Athleten erwartet.

Die Wettkämpfe laufen am Samstag, 18. Mai, ab 9 Uhr in der Weser-Ems Halle, Europaplatz 12.

Frauen treten in den Kategorien Fitness Figure, Fitness Bikini und Ms. Physique an.

Männer messen sich in den Altersklassen Teenager (bis 17 Jahre), Junioren (bis 21 Jahre), Masters (jeweils bis 40, 50 und 60 Jahre) und Mr. Physique.

Bewertet werden je nach Klasse Kriterien wie Muskulosität und symmetrische Körperentwicklung.

Neben dem deutschen Meistertitel geht es für die angereisten Athleten auch um die Qualifikationen zu den Europa- und Weltmeisterschaften sowie dem Wettbewerb Natural Mr. Olympia.

Tickets für die Veranstaltung gibt es in verschiedenen Preiskategorien (35, 40 und 45 Euro) ab 8 Uhr am Wettkampftag. Der Vorverkauf läuft darüber hinaus auch im Internet:

    www.gnbf.de

    www.reservix.de

Disziplin fordert heraus

Selbst am Wettkampf nimmt Tusk nicht teil. „Das ist mir im Moment zu viel Aufwand. Außerdem brauche ich diese Präsentation nicht mehr. Ich mache das Bodybuilding nur noch für mich selbst.“ Die größte Herausforderung sei für den Studenten die harte Disziplin, die er an den Tag legen müsse.

„Wenn ich in Form bleiben will, muss ich regelmäßig trainieren, darf nicht übermäßig Alkohol trinken und muss immer noch auf meine Ernährung achten“, beschreibt Tusk. Dieses Verhalten habe aber auch viele positive Effekte, die sich auf den Rest seines Lebens übertragen.

„Die Disziplin hilft mir im Studium und auch in meinem Job als Garten- und Landschaftsbauer erfolgreich zu sein. Das trägt natürlich auch dazu bei, dass ich mich wie ein gut geöltes Fahrrad und nicht wie ein alter Drahtesel fühle.“

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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