Oldenburg - Wie gerecht ist es, dass ein Fußballer Millionen verdient, während eine Putzfrau von einem Job allein nicht leben kann? Dass wir jederzeit ein Glas Wasser trinken können, aber täglich 2000 Kinder an Krankheiten sterben, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden? Die Frage der Gerechtigkeit zieht sich durch Neven Subotićs Leben. Am Montag, 15. Mai, kommt der frühere Fußballprofi, der mit Borussia Dortmund Meister wurde und zu einem der besten Verteidiger der Liga wurde, zur Lesung mit seinem Buch „Alles geben“ ins Unikum, Uhlhornsweg 49-55. Denn die Zeiten großen Erfolgs bestanden auch aus Nächten des Rauschs, schnellen Autos, einem riesigen Haus mit Jacuzzi – aber es kamen auch Zweifel und Scham. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere entschied er, seine Leidenschaft und sein Geld denen zu widmen, die ein Leben im anderen Extrem führen müssen: Heute ermöglicht die von ihm gegründete Stiftung Menschen in Äthiopien Zugang zu sauberem Wasser. Fast seine ganze Zeit und der Großteil seines Gehalts fließen in diese Arbeit.

Das Buch „Alles geben“ erzählt von einem Sportler, den das kapitalistische System Profifußball groß machte, bevor er zum gesellschaftspolitischen Aktivisten wurde. Ein Plädoyer für mehr Bewusstsein und Gerechtigkeit in einer ungerechten Welt.

Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Veranstalter ist das Studentenwerk Oldenburg. Tickets gibt es für 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) online unter