Oldenburg - Der Überwiegende Teil der Fußgänger in Oldenburg ist laut der ADAC-Studie „Mobil in der Stadt“ zufrieden. Bei der repräsentativen Befragung reichte es mit einem Indexwert von 47 zu Platz vier. Das ist knapp hinter Spitzenreiter Münster (51) und deutlich vor den Schlusslichtern Wuppertal und Krefeld (19). Doch auch in dieser Kategorie gibt es gute und schlechte Werte.
Gute Noten
Der Weg ist das Ziel, heißt es zwar, aber da bedeutet ja nicht, dass der Weg unnötig lang sein muss. In Oldenburg müssen die Fußgänger offenbar meist keine Umwege auf sich nehmen. 67 Prozent vergeben bei der Frage nach der direkten Erreichbarkeit der Ziele eine Eins oder Zwei – übrigens Bestwert unter allen 29 untersuchten Städten.
Gute und sehr gute Noten gibt es von den Teilnehmern auch für das Angebot an sicheren Überquerungsmöglichkeiten. Ohnehin gibt es ein insgesamt sehr hohes Sicherheitsgefühl beim Zufußgehen: Note Eins oder Zwei gibt es von 54 Prozent der Befragten. Dazu dürfte auch beitragen, dass immerhin 51 Prozent die Breite der Gehwege ebenfalls in dieser Weise bewerten. Auch dass 52 Prozent der Meinung sind, Straßenübergänge sind gut oder sehr gut beleuchtet, sollte Einfluss darauf haben.
Schlechte Noten
Dass das Sicherheitsgefühl nicht noch besser bewertet wurde, dürfte auch an einer Kategorie liegen: Wenn es um das regelkonforme Verhalten von Fahrradfahrer geht, ist der Anteil derer, die eine Fünf oder Sechs vergeben (28 Prozent) nämlich höher als der Anteil der guten und sehr guten Noten (27 Prozent).
Ebenfalls schlecht sieht es bei den Sitzmöglichkeiten entlang der Fußgängerwege aus: 25 Prozent sind offenbar der Meinung, dass hiervon deutlich zu wenig gibt und vergeben die Noten Fünf oder Sechs.. Auch die Barrierefreiheit scheint ausbaufähig. Zwar gibt es noch eine Eins oder Zwei von 35 Prozent, der überwiegende Teil sieht Oldenburg hier aber mittelmäßig bis schlecht aufgestellt.
Gewichtung
Die Gewichtung der Einzelnen Fragen wurde auch in diesem Fall nach den bundesweiten Angaben der Befragten vorgenommen. Mit fast 25 Prozent liegt die höchste Gewichtung auf der direkten Erreichbarkeit der Ziele. Es folgen mit rund 17 Prozent sichere Überquerungsmöglichkeiten. Mit jeweils rund elf Prozent wurden die Bereiche breite Gehwege und das Sicherheitsgefühl gewichtet. Wenig ins Gesamtergebnis spielen das regelkonforme Verhalten von Autofahrern (0,95 Prozent) und Radfahrern (0,04 Prozent) hinein.
Auch Sitzmöglichkeiten haben mit 0,26 Prozent keinen sehr hohen Stellenwert. Dabei sei aber zu beachten, dass die Studie alle Altersgruppen berücksichtige, so Dirk Matthies vom ADAC Weser-Ems. Wenn man nur die Älteren befragte, sähe das Ergebnis in diesem Bereich wohl anders aus. Denn alle, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können auf Pausengelegenheiten angewiesen sein.
