OLDENBURG - Europäische Schüler treffen sich in Oldenburg, um die UN nachzustellen. Die Generalversammlung findet in der Weser-Ems-Halle Platz.

Von Monique Berends

OLDENBURG - Vier Tage lang Diskussionen, Konferenzen und weltbewegende Entscheidungen. Während der 7. Oldenburg Model United Nations (OLMUN) vom 29. Mai bis 1. Juni simulieren rund 500 Schüler aus Deutschland, Polen, Weißrussland, Italien, Tschechien und Rumänien die Abläufe der Vereinten Nationen.

Seit über sechzig Jahren gibt es diese Simulationen. Mit über 4000 Teilnehmern ist die THIMUN im niederländischen Den Haag die größte. Jede Schule sucht sich im Vorfeld der Veranstaltung das Land aus, das sie vertreten will. Wird die Wahl von den Organisatoren bestätigt, fangen die Vorbereitungen an. Die KGS Rastede vertritt in diesem Jahr die Interessen des Irak, die afghanische Vertretung simulieren Gymnasiasten aus Minsk. Deutschland gehört Schülern des Liceo Scientifico Farnesina aus Rom und das Alte Gymnasium Oldenburg beschäftigt sich mit der schwierigen Situation Israels.

In sieben Komitees diskutieren die Delegierten Themen wie Menschenrechte, Abrüstung und Umweltschutz auf globaler Ebene. Immer im Hinterkopf sind die Interessen ihres „Heimatlandes“. Über die entstandenen Resolutionen wird abgestimmt und diejenige, die die größte Mehrheit für sich gewinnen kann, wird am letzten Tag der Generalversammlung zur Debatte vorgelegt. So treffen Schüler ein paar Tage lang Entscheidungen, die sonst bei Merkel und Co. liegen.

Die Organisation der OLMUN ist vollständig in Schülerhand. Unterstützt wird sie unter anderem von Oldenburger Schulen und der Weser-Ems-Halle, in der die Generalversammlung Platz findet.