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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Ammerländer arbeiten gern in der Stadt

10.08.2017

Oldenburg Lange vorbei sind die Zeiten, in denen Arbeitnehmer ihr Berufsleben in ihrer Heimatstadt versahen. Wer eine Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung, einer Behörde oder bei Gericht wählt, hat zwar immer noch gute Chancen, in Oldenburg auch in Rente zu gehen.

Für einen Job im produzierenden Gewerbe oder in einer Baumschule beispielsweise muss man im Nordwesten aber seit jeher den Weg in einen Nachbarkreis oder gar in eine Großstadt antreten.

Gleichzeitig ist Oldenburg als Finanzplatz und Gerichtsstandort selbst die Stadt von über 28 000 Einpendlern, wie die aktuelle Studie der Bundesagentur für Arbeit belegt. Basis ist hier das Meldeverfahren zur Sozialversicherung.

Mit dem Blick auf Oldenburg fuhren im Erhebungszeitraum 2016 täglich 12 191 Menschen mit dem Auto, dem Bus oder per Rad zur Arbeit ins Oberzentrum. Immerhin 5419 Oldenburger traten morgens den entgegengesetzten Weg an. Dies ist der höchste Wert der Auspendler.

Ammerländer pflegen seit jeher eine enge Arbeits-Wohn-Beziehung zu Oldenburg. Das liegt auch am fehlenden Wohnraum in der Stadt, der bauwillige Familien scharenweise über die Kreisgrenze nach Petersfehn, Friedrichsfehn oder Ofen trieb, die dann zur Finanzierung ihrer Reihenhäuser täglich zurückpendeln müssen.

Ähnliches gilt für den Landkreis, aus dem morgens fast 9000 Menschen nach Oldenburg fahren. Der Weg aus Wardenburg oder Sandkrug mag kurz sein, wer sich im Berufsverkehr auf der Hundsmühler oder Cloppenburger Straße stadteinwärts quälen muss, empfindet auch diese vermeintliche Nähe als Stress.->

Ein Magnet für Arbeitnehmer im Nordwesten ist traditionell Bremen. 2828 fahren dorthin ins Büro oder an die Werkbank – immerhin 1560 Menschen kommen morgens hierher. Nach Wilhelmshaven bewegen sich 662 täglich zur Arbeit, nach Delmenhorst sind es 600 und nach Hamburg sind es immerhin 508 Oldenburger. Interaktive Karte:


     bit.ly/pendler2017