Oldenburg/Petersfehn I - Erfolg beflügelt. Glücklichmachen auch. Hildegard Rolfes ist zufrieden, beinahe euphorisch. 5000 kleine, süße Engel hat die Petersfehnerin von der Bäckerei Müller & Egerer backen lassen.

Im vierten Jahr der Benefizaktion ist das die höchste Auflage. „Und 4000 sind schon vorbestellt“, sagt die Rotarierin. 2016 kam ihr die Idee, Naschkatzen und Benachteiligten ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Honig, Nelken, Zimt, Nüsse – und eine ganze Stange Geld für den guten Zweck: Der Reinerlös der Lebkuchenengel kommt seit drei Jahren schwerkranken Kindern zugute. In diesem Jahr geht auch ein Teil an das Hospiz St. Peter. Darum widmet Hildegard Rolfes das himmlische Gebäck auch nicht nur „kleinen Seelen“, sondern auch großen. So steht es auf der Geschenkverpackung, die alle Jahre wieder von fleißigen Wichteln der Gemeinnützigen Werkstätten gefertigt werden. Dort kümmert man sich auch ums Einpacken und aufhübschen.

Wenn Hildegard Rolfes ab Spätherbst mit ihrem kleinen Golf zu den Werkstätten fährt, um die kostbare Ware abzuholen und sie zu den Verkaufsstellen zu bringen, wird sie wie eine alte Bekannte begrüßt. Momentan macht sie vermutlich mehr Kilometer als der Weihnachtsmann zur Hauptgeschäftszeit. Besonders Firmen und Hotels lassen sich gerne Engel einfliegen. Dass er auch für „große Selen“ gedacht ist, stand für Hildegard Rolfes zwar nie zur Debatte, als sie aber von einigen Mitarbeitenden in Senioren und Pflegeheimen angesprochen wurde, erweiterte sie die Betitelung kurzerhand. Damit die Lebkuchenköstlichkeit auch ein Augenschmaus ist, hat Müller & Egerer-Konditorin Celine unzählige Stunden mit Zuckergussverzierungen in der Backstube verbracht. „Die hat jetzt erstmal ein paar Wochen Urlaub“, sagt Hildegard Rolfes.

Helfende Hände gibt es aber noch mehr: Eine Oldenburger Medienschülerin hat einen Film über die Produktion des Oldenburger Engels gedreht. Der soll nun Etappenweise im Vorprogramm des Casablanca-Kinos laufen und später auf der Facebookseite des Oldenburger Engels. Wird er dann nicht noch begehrter? Vermutlich. Über 5000 Stück will Hildegard Rolfes allerdings nicht hinausgehen: „Es soll ja noch alles Handarbeit bleiben.“ Und beflügeln – die Schöpferin und Macher, die Schenker und Beschenkten, die Kinder und Senioren. Kaufen kann man den Oldenburger Engel beim Tourismus-Büro im Lappan, dem Kaufhaus der Werkstätten am Julius-Mosen-Platz, bei der Bäckerei Müller & Egerer an der Heiligengeiststraße und per Email bestellen unter: