Oldenburg - Der Arbeitsweg führt durch das Ammerland nach Oldenburg. Der Tank ist leer – ran an den Zapfhahn. An der Tankstelle machen sich je nach Region immer wieder Unterschiede bemerkbar. Zehn oder sogar 15 Cent Preisunterschied bei Benzin und Diesel. Wie kann das sein?
Unterschiedliche Preise
Während ein Liter Super am Freitagnachmittag bei der Aral Tankstelle an der Alexanderstraße in Oldenburg 1,37 Euro (Diesel 1,20 Euro) kostete, mussten Autofahrer bei der „Oil!“ an der Ammerländer Heerstraße nur 1,31 Euro (Diesel 1,18 Euro) pro Liter zahlen. Im Gegensatz dazu kostete ein Liter Benzin 1,23 Euro bei der Esso Tankstelle in Wiefelstede. Diesel kostete dort sogar nur 1,04 Euro.
„Generell ist der Markt auf dem Land ein anderer als in der Stadt“, sagt Stefan Jung vom Presseteam der Westfalen Gruppe mit Sitz in Münster. Es handle sich um verschiedene Teilmärkte, „von denen jeder für sich selbst betrachtet wird“, so Jung. Großen Einfluss auf den Preis von Benzin und Diesel hätten die Wettbewerbstankstellen in der unmittelbaren Umgebung.
Das Gesetz des Marktes
„Grundsätzlich folgt die Preisentwicklung an Tankstellen den Gesetzen des Marktes: Wenn man Kraftstoff günstiger anbietet, kommen mehr Kunden und man kann höhere Umsätze erzielen“, sagt auch Bettina von Schubert, Sprecherin der Jet Tankstellen. „Da will man natürlich günstiger sein. So kommt es, dass die Preise innerhalb einer Stadt wie Oldenburg schon sehr unterschiedlich sein können“, erklärt der Westfalen-Sprecher. „Über den Tag verteilt gehen die Preise immer wieder hoch und runter“, sagt Jung.
Auch andere Faktoren seien für die Preisschwankungen verantwortlich. „Der Ölpreis, der Wert des Euro gegenüber dem Dollar, die weltwirtschaftliche Lage, die Situation in Förderländern – das alles kann den Preis beeinflussen“, so der Sprecher.
