Oldenburg - Fangesänge gab es nicht, Jubelschreie auch nicht, allenfalls brandete und das auch gemäßigt Applaus auf: Das Marschwegstadion war an diesem Samstag Schauplatz des Programmparteitags der Oldenburger SPD, die zudem die Listen für die bevorstehende Kommunalwahl am 12. September aufstellte.

In ihrem von den 79 stimmberechtigten Mitglieder verabschiedeten Wahlprogramm stellt die SPD in allen politischen Bereichen die Teilhabe in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit. Es soll bezahlbarer und für Familien geeigneter Wohnraum geschaffen, die Stadtentwicklung und Mobilität klimafreundlich ausgerichtet, die Innenstadt und Stadtteilzentren gestärkt werden. Für den Klimaschutz seien in den zurückliegenden Jahren die Weichen gestellt worden, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in seinem Grußwort. Dieser Weg solle fortgesetzt werden. Mit Blick auf das hoffentlich baldige Ende der Pandemie betonte er, alle Kräfte darauf zu konzentrieren, so schnell wie möglich das Leben in die Stadt zurückzuholen. Krogmann: „Wir wollen unser Oldenburg zurück.“

Dazu müssen, wie es in dem Programm heißt, in einer jugend- und kindgerechten Stadt die Angebote für junge Menschen ausgebaut werden. Beim Klimaschutz dürften die gesellschaftlichen Realitäten nicht aus den Augen verloren, niemand dürfe überfordert oder abgehängt werden. „Die SPD ist klar für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein mit einem Schwerpunkt auf zukunftsgewandte Verkehrspolitik (Ausbau von Radwegen und ÖPNV, mehr Bahnhaltestellen), Ausbau von Photovoltaik und anderen regenerativen Energiequellen sowie Einsparungen und Effizienz bei Gebäudebestand“, heißt es in dem Programm weiter. Zum Ausbau der sozialen Stadt seien Stadtteilhäuser (früher: Bürgerhäuser) und attraktiv gestaltete Plätze Möglichkeiten, das Ziel für ein gutes Miteinander zu erreichen.

Ein besonderes Augenmerk gilt in dem von Nicole Piechotta und Paul Behrens vorgestellten und unter deren Führung erarbeiteten Programm den Kulturschaffenden und kulturellen Einrichtungen, die wohl am stärksten unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten hätten. Unter dem Motto „Die Kunst und Kultur kommt zu den Menschen, sollen der öffentliche Raum und die Stadtteile für eine Wiederbelebung genutzt werden. Motto: „Die Kunst und Kultur kommt zu den Menschen“.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg