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Bilanz nach „Oldenburg räumt auf“ Kaum ist der Müll weg – liegt schon wieder neuer da

Bümmerstede/Bloherfelde/Bürgerfelde - Kaum aufgeräumt – schon wieder dreckig. Diese Erfahrung musste die Siedlergemeinschaft Bümmersteder Tredde bei ihren Müllsammelaktionen machen. Wie berichtet, findet in diesem Jahr wegen der Pandemie die Aktion „Oldenburg räumt auf“ nicht konzentriert an einem Tag im gesamten Stadtgebiet statt, sondern unter eigener Regie der Bürgerinnen und Bürger. Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb unterstützt sie mit Sammelutensilien und der Abfuhr des Mülls.

In Bümmerstede

Mehrere Säcke voller Abfall kamen bei der jüngsten Aktion der Siedlergemeinschaft Bümmersteder Tredde zusammen, an der sich auch Nichtmitglieder beteiligten. Der Vorsitzende Siegfried Schliedermann beschreibt: „Wir sammelten den Müll an der Bümmersteder Tredde und an einigen Nebenstraßen. Obwohl vor zwei Wochen am Dwaschweg und an einem Teil der Bümmersteder Tredde schon Müll gesammelt wurde, waren diese Stellen, besonders die Gräben, schon wieder verdreckt.“

In Bloherfelde

Insgesamt haben neun Erwachsene und fünf Kinder in Kleingruppen am vergangenen Freitag und Sonnabend bei der Aktion des Bürgervereins Bloherfelde mitgemacht. Am Ende waren insgesamt sieben Müllsäcke gefüllt. Der Vorsitzende Paul Behrens beschreibt die Route: „Eine Gruppe hat vom Marktplatz bis Kennedyteich und wieder Richtung Bloherfelder Straße aufgeräumt, zwei ältere Damen im Umkreis des Hörnewegs und der Bloherfelder Straße und eine Gruppe im Umkreis des Hartenscher Damm.“ An allen Weges- und Straßenrändern seien viele Zigarettenkippen und Safttüten einer bekannten Marke, aber auch Mund- und Nasenbedeckungen zu finden gewesen. Die Menge sei durch allgemeinen Hausmüll zusammengekommen.

„Besonderer Fund war eine Discounter-Einkaufstasche mit viel Unrat einer Feierlichkeit im Grünstreifen zwischen Marktplatz und Kennedyteich“, so Behrens. Sein Fazit: „Insgesamt waren die Strecken aber nicht übermäßig verdreckt.“

In Bürgerfelde

Monika Schwalm ist aktiv bei „Oldenburg räumt auf“. Sie hat eine kleine Nachbarschaftsgruppe zusammengetrommelt und meldete sie bei der diesjährigen Aktion an. Auch unabhängig davon sammelt sie bei Spaziergängen Müll auf. „Immer häufiger frage ich mich, was für Menschen immer wieder ihren Dreck in die Natur schmeißen“, schreibt die Oldenburgerin in einer Mail an diese Redaktion. Fotos hat sie auch geschickt. Von Dreckecken unter der Eisenbahnbrücke in der Elsässer Straße, Müllhaufen hinter dem Bauzaun der Bahn sowie auf der anderen Seite ein abgelegtes Regal, das sich mit Müll füllt. Monika Schwalm sagt: „Aber so langsam verliere ich den Mut. Es kommt mir vor, als würde es immer schlimmer werden mit der illegalen Müllentsorgung.“

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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