Oldenburg - In der ganzen Stadt treffen sich an diesem Samstag wieder Freiwillige, um die Gegend von Müll zu befreien. Es heißt wieder „Oldenburg räumt auf“. Verschiedene Schulen schickten bereits am Freitag (ein paar wenige auch an anderen Tagen) vor der Aktion ihre Schüler nach draußen, um sich am großen Aufräumen zu beteiligen.
An der IGS Flötenteich etwa zogen mehrere Klassen durch die Umgebung der Schule und befreiten diese vom angesammelten Müll. Auf den Parkplätzen und den Gehwegen am Teich lassen sich die Müllsäcke schnell mit allerlei Abfällen füllen. Zu den Fundstücken der Schüler gehört alles von Flaschen und Verpackungen bis zu alter Kleidung. „Man sieht hier, wie viel Müll die Leute liegen lassen“, sagt die zehnjährige Hannah aus der Klasse 5e. Ihre Mitschülerin Ghena ergänzt: „Es ist schön, dass wir hier der Umwelt helfen.“ Und Klassenkameradin Whitney bemerkt: „Hier sind überall Mülleimer. Trotzdem wird der Müll überall hingeworfen.“
Die Klasse 7 des Alten Gymnasiums hatte sich in den Schlossgarten aufgemacht, um ihn von Müll zu befreien.
Karsten Röhr
Adrianna (vorne von links), Emre, Liah, Tom und die übrigen Schülerinnen und Schüler der Klasse 5e räumten rund um die IGS Flötenteich auf.
Sascha Stüber
Schülerinnen und Schüler der IGS Flötenteich beteiligten sich bei „Oldenburg räumt auf“
Sascha Stüber
Ali (12), Emelie (12), Ryan (12), Nienke (11), Tilda (12) und Sina (12) der Klasse 6d füllten ihre Müllsäcke rund um die IGS Kreyenbrück.
Sascha StüberThema im Unterricht
Die Aufräumaktion an der IGS Flötenteich wird auch im Unterricht eingearbeitet. Der Themenkomplex Müll und Wertstoffe ist Teil des Lehrplans. „Oldenburg räumt auf“ sei damit eine gute Möglichkeit, die gelernten Inhalte auch praktisch erfahrbar zu machen, erklärt Sarah Michel, Klassenlehrerin der 5e. „Den Schülern soll auffallen, dass viel Müll gar nicht verwertet wird.“ Die Aufräumaktion wird so zu einer Möglichkeit, das eigene Müllverhalten im Unterricht weiter zu reflektieren.
Auch in der Umgebung der Grundschule Heiligengeisttor wird von den Mädchen und Jungen fleißig Müll gesammelt. Überall wimmelt es dort von den auffälligen orangenen Westen und den blauen Tüten der jungen Müllsammler. Viele der Schüler blicken zufrieden auf ihre Funde. „Früher war es aber auch mehr“, stellt Bent aus der Klasse 4b fest – was er auch gleich als ein gutes Zeichen wertet. Schulleiterin Karin Luhn blickt auf viele Jahre Erfahrung mit „Oldenburg räumt auf“ zurück: „Die Kinder sind jedes Mal sehr motiviert und sammeln auch Wochen später noch Müll auf.“
Großes Abschlussfest
In diesem Jahr startete die Grundschule einen Tag vor dem großen Müllsammeln auch noch eine eigene Aufräumaktion. Bei dieser wurde auch die Schule selbst von den Kindern einmal gründlich saubergemacht.
Die Aufräumaktionen der Schulen bildeten den diesjährigen Auftakt für „Oldenburg räumt auf“. Nach Angaben der Stadt kamen 4600 Schüler aus 40 Schulen für die Aktion zusammen. An diesem Samstag versammeln sich dann Freiwillige in allen Teilen Oldenburgs, um in der Stadt Müll zu sammeln. Weit mehr als 7000 Menschen hatten sich im Vorfeld angemeldet. Unter anderem haben sich auch 150 Ukrainerinnen und Ukrainer angekündigt, die auf diese Weise ihre Dankbarkeit für die Aufnahme in der Stadt und die Hilfe in den letzten Monaten ausdrücken wollen. Gemeinsam wird der Sammel-Erfolg ab 13 Uhr auf dem AWB-Betriebsgelände in der Wehdestraße 70 gefeiert. Es gibt Erbsensuppe, Gulaschsuppe, vegetarische Suppe, Würstchen, heiße und kalte Getränke. Es folgen eine Scheckübergabe (gegen 14 Uhr) – die LzO spendet pro Kilogramm Abfall 10 Cent für zwei Oldenburger Projekte –, ein großes Gruppenbild (das am Montag in der NWZ veröffentlicht werden soll) um 14.30 Uhr und die Preisverleihung einer Tombola (gegen 14.45 Uhr).
