Oldenburg/Rastede - Ein 23-jähriger Autofahrer und sein 18 Jahre alter Beifahrer lieferten sich am Samstagabend eine Verfolgungsjagd mit der Autobahnpolizei Oldenburg. Einer Zivilstreife fiel gegen 20:51 Uhr auf der A 293 bei erlaubten 100 km/h ein BMW mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf. Das Auto sollte zu einer Kontrolle angehalten werden und folgte der Zivilstreife zunächst. Wie die Polizei berichtet, gab der Fahrer kurz vor dem Erreichen eines Parkplatzes Gas und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit auf die A29 in Richtung Wilhelmshaven.
An der Anschlussstelle Rastede wechselte der Fahrer, der nicht aus der Region kommt, plötzlich vom Überholfahrstreifen auf den Verzögerungsstreifen der Abfahrt. In der dortigen Rechtskurve verlor der Flüchtige bei regennasser Fahrbahn und überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er kam links von der Fahrbahn ab, traf einen Leitpfosten und fuhr über den Grünstreifen. Dabei kollidierte er mit mehreren Bäumen, ehe er im dichten Baumbestand im Sichtdreieck zum Stehen kam. Zwei Bäume wurden dabei umgerissen und stürzten auf die Fahrbahn.
Wie durch ein Wunder blieben der Fahrer und sein Oldenburger Beifahrer unverletzt. Sie wurden an der Unfallstelle von der Polizei gestellt. Am PKW entstand Totalschaden, der Sachschaden wird auf 15.000 Euro geschätzt, wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung sagte. Die Beamten stellten anschließend fest, dass der 23-Jährige keine Fahrerlaubnis besitzt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
Für die Bergung wurde die Anschlussstelle zwei Stunden voll gesperrt. Erst nachdem die umgestürzten Bäume und das Auto entfernt waren, konnte die Anschlussstelle gegen 22:56 Uhr wieder freigegeben werden.
Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version gaben wir die Tatzeit mit Freitagabend statt Samstagabend an. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
