OLDENBURG - Die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg hat das Leo-Trepp-Lehrhaus gegründet. „Mit dem Lehrhaus wird die jüdische Gemeinde ihrem letzten Landesrabbiner ein ehrendes Andenken bewahren und seine vorbildhafte, weltoffene und lehrende Tätigkeit weiterführen“, heißt es in der Beschreibung der neuen Einrichtung, die ihren Sitz im Gebäude der Synagoge an der Wilhelmstraße 17 hat.

„Für uns ist Leo Trepp der Rabbiner der Versöhnung“, sagt Oldenburgs Gemeindevorsitzende Sara-Ruth Schumann. In diesen Geist wolle sie auch das Lehrhaus stellen.

In diesem Jahr gibt es sechs Vorträge. Als Jahresthema wurde „Religionsfreiheit“ gewählt. An diesem Donnerstag, 19 Uhr, wird ins Leo-Trepp-Lehrhaus eingeladen unter dem Titel „Die Aufklärung als Geburtsstunde des modernen Judentums“. Referent ist Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka, Berlin. Der Rektor des Abraham Geiger Kollegs Potsdam und Vizepräsident der European Union for Progressive Judaism steht für das liberale Judentum in Europa.

Es folgt am 16. Juni ein Vortrag über „Frauen in den Religionen“ (u.a. mit der ehemaligen Bischöfin Maria Jepsen), am 8. September und 17. November über den „Wahrheitsanspruch der drei Religionen“ und am 8. Dezember eine Podiumsdiskussion über die Religionsfreiheit.

Veranstalter dieser anspruchsvollen neuen Reihe in der Stadt ist die Jüdische Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Carl von Ossietzky Universität sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche in Oldenburg, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Landesrabbiner Jonah Sievers und Rabbinerin Alina Treiger.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg