Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Politik unterstützt Schulvorstand Röwekampschule bleibt erhalten

Die Kinder behalten ihre Schule und auch ihren Schulhof: Die vielen Stimmen aus dem Viertel wurden gehört und der Entscheidung des Schulvorstands wird gefolgt.

Die Kinder behalten ihre Schule und auch ihren Schulhof: Die vielen Stimmen aus dem Viertel wurden gehört und der Entscheidung des Schulvorstands wird gefolgt.

Sascha Stüber/Archiv

Oldenburg - Die Grundschule Röwekamp soll als Grundschulgebäude erhalten werden und eine Außenstelle an der alten Jugendherberge erhalten. Dafür hat sich der Schulvorstand ausgesprochen, die Politik unterstützt diesen Wunsch. Das ist das Ergebnis der jüngsten Schulausschussitzung.

Die Verwaltung hätte die Variante eines kompletten Neubaus an der Jugendherberge favorisiert. Sie hätte das Schulgebäude verkauft und zum Beispiel in eine Seniorenwohnanlage umwidmen lassen. Im Schulvorstand und aus dem Viertel heraus gab es aber klare Voten für den Erhalt der Röwekampschule.

Politik folgt Schulvorstand

Die von der Verwaltung geäußerten Bedenken würden gesehen, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bernhard Ellberg, allerdings folge man „dem Willen des Schulvorstandes“, der höher gewichtet werde. Der Schulvorstand habe dazu ein sehr ausgewogenes Papier vorgelegt. Die CDU-Vorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann sagte: „Die CDU sieht das genauso, wir schließen uns dem an.“ Für die Grünen bestätigten Michael Wenzel und Andrea Hufeland diesen Weg. Wenzel schlug zusätzlich die Umwandlung der Gertrudenstraße in eine Spielstraße vor.

Die Stadt hatte zuvor ein „durchaus kontroverses Meinungsbild“ in Schulöffentlichkeit und Elternschaft angesichts ihrer Verkaufs- und Umwidmungspläne eingeräumt. Der Schulvorstand habe sich dann mehrheitlich für die Lösung „Bestandsgebäude plus Außenstelle“ entschieden.

Stadt wollte keinen Erhalt

Schuldezernentin Dagmar Sachse sagte, die Sicht der Stadt decke sich „in vielen Punkten nicht mit denen der Schule“, die Vorbehalte gegenüber einem kompletten Neubau wären aus ihrer Sicht zumindest „teilweise kompensierbar“ gewesen. „Nachteile wie Wegezeiten, eingeschränkte räumliche Nutzbarkeit und Übergangslösung in mobilen Klassenräumen“ seien von der Stadt benannt worden, würden aber für den Gewinn des Erhalts von der Schule akzeptiert.

Der Schulvorstand hatte im Vorfeld die Entscheidung für die Variante 1 zur Umwandlung der Röwekampschule zur Ganztagsschule mit Renovierung und Umbau der Schule und Außenstellenneubau begründet.

Schule, Eltern und Viertel

Die Röwekampschule liege als zentraler Bezugspunkt im Ziegelhofviertel in einem verkehrsberuhigten Bereich – mit sicherem Schulweg, der schnell auch alleine zu bewältigen sei. Die Situation morgens und nachmittags an der stark befahrenen Alexanderstraße setze die Kinder einem höheren Risiko aus. Die Wege zu einer Außenstelle aber würden unter Aufsicht durchgeführt.

Die Planung einer neuen Schule, Kita und Geschäftszeile mit Wohnungen erscheine überdies für die dortige Fläche „überdimensioniert und nicht grundschulgerecht“. Für eine ganze Grundschule sei die Schulhoffläche dort auch zu klein.

Und die Wege zur Außenstelle seien „organisierbar“, schon jetzt funktioniere das auch mit dem Weg zur Sporthalle. Das heutige Schulgebäude werde „inklusiv“ umgebaut, so dass auch hier „viele neue Möglichkeiten“ entstünden, mit „Gruppenräumen auf allen Etagen, Fahrstuhl und Rückzugsräumen“. Außerdem könnten die Räume in der Außenstelle am Vormittag ebenfalls für Schul-Aktivitäten genutzt werden. Insgesamt entstehe auch so eine zukunftsgerechte Lösung.

Die Bedeutung des Spielplatzes der Röwekampschule sei zudem nicht hoch genug einzuschätzen, das werde auch von Eltern und Nachbarn herausgestellt. Die Schule habe „eine lange Tradition“ und sei „für das Viertel identitätsstiftend“. Dass für den Erhalt ein einjähriger Auszug in die Außenstelle und Container nötig werde, sei dem Schulvorstand bewusst.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Komm in meine Arme: Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich – hier im Spiel gegen den VfL Wolfsburg – wollen Sonnabend gegen Mönchengladbach den Grundstein zum Einzug ins Finale legen.

KAMPF UM DEUTSCHE MEISTERSCHAFT Aurichs Fußballerinnen hoffen im ersten Halbfinale gegen Gladbach auf 3500 Fans

Ingo Janssen
Aurich
Jubelt weiter für den VfB: Drilon Demaj

ALLROUNDER BLEIBT BEI FUSSBALL-REGIONALLIGIST Neu-Stürmer Drilon Demaj verlängert Vertrag beim VfB Oldenburg

Lars Blancke
Oldenburg
Mit zurzeit 51 Rudeln, vier Paaren und drei Einzelwölfen gilt Niedersachsen als Wolfsland. Die Gerichte haben hohe Hürden für einen Abschuss von Problemwölfen aufgebaut.

GERICHT ERHÖHT HÜRDEN Darum werden derzeit keine Problemwölfe in Niedersachsen getötet

Stefan Idel Büro Hannover
Lüneburg
Führungswechsel bei der GSG Oldenburg, Daniel Jircik wird neuer Geschäftsführer der GSG (v.l): Michael Thanheiser, OB Jürgen Krogmann, Daniel Jircik, Stefan Könner

DANIEL JIRCIK Warum der designierte GSG-Geschäftsführer in Stendaler Unternehmen fristlos entlassen wurde

Thomas Husmann
Oldenburg
Kommentar
Einweihung der Fahrradstraße mit prominenten Gästen (von rechts vorn): Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke, Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, die Ammerländer Landrätin Karin Harms und SPD-Landtagsabgeordneter Björn Meyer Ende April.

FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS Entwicklungsland Deutschland

Michael Sommer