OLDENBURG - Ruth Hoting kennt viele Geschichten aus dem vergangenen Jahrhundert. Und damit die nicht verloren gehen, gründete sie vor einigen Jahren mit anderen die Zeitzeugenbörse. Es traf sich gut, dass sie auch junge Menschen liebt. Die Zeitzeugen betonen, keine Historiker oder Geschichtslehrer zu sein, sondern sie möchten nur ihre eigenen Erfahrungen weitergeben. Aber sie sind in wenigen Jahren bereits unverzichtbar für die Stadtgeschichte geworden. Ob die Entwicklung hiesiger Kaufhäuser oder das Leben in einem Schrebergarten – „wir erzählen gegen das Vergessen an, auch im politischen Sinn”, betont Ruth Hoting (75). Die Mitglieder treten in Schulen ebenso auf wie in Seniorenheimen oder im PFL.