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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

300 Freiwillige holen Weihnachtsbäume ab

08.01.2019

Oldenburg Ungemütlich war das Wetter am Wochenende. Immer wieder Regen und frisch war’s auch. „Das meiste geht vorbei und gegen Kälte hilft Bewegung.“ Das haben sich die vielen Freiwilligen wohl gesagt, die am Samstag und Sonntag in einigen Stadtteilen unterwegs waren, um abgeschmückte Weihnachtsbäume einzusammeln. Für den bequemen Service ab der Haustür gaben die Bewohner denn auch gerne eine Spende.

Rund – im wahrsten Wortsinn – lief es im Stadtsüden: Seit 20 Jahren bietet hier die Katholische Jugend Oldenburg (KJO) der Kirchengemeinde St. Josef eine Tannenbaum-Sammelaktion an. Jedes Jahr wird sie von den aktuellen Gruppenleitern organisiert. Zu ihnen zählt Henrike Behrens, die auch dem Vorstand angehört. „Unterstützung erhalten wir durch ehemalige Gruppenleiter, einige Kinder und Bekannte“, erzählt sie. Etwa 50 Helfer machten diesmal mit. „Unsere Trecker bekommen wir von benachbarten Bauern“, so Behrens. Sechs dieser Gefährte transportierten am Samstag die Anhänger mit den Sammelstücken.

„Das Ganze fing natürlich viel kleiner an“, sagt die Gruppenleiterin. Details von damals kann sie nicht wissen, denn sie ist selber (erst) 20 Jahre alt. Anfangs, so hat man ihr erzählt, wurden nur ein paar Bäumchen eingesammelt. „Mittlerweile sind es jährlich etwa 800 Bäume, die wir in ganz Bümmerstede und Teilen von Kreyenbrück einsammeln“, berichtet Henrike Behrens. Auch diesmal gab es viel zu schleppen.

Versorgt wurden die eifrigen Helfer vom ebenso fleißigen Küchenteam. Deren Kassler soll wieder mal sehr gut geschmeckt haben.

Spendabel zeigten sich auch erneut die Stadtteilbewohner, die von ihrem Tannenbäumen befreit worden waren. Im Gegenzug gab es Süßes für die Kinder und Bares für die KJO-Kasse. „Durch die gesammelten Spenden können wir jedes Jahr unser Pfingstzeltlager in Garrel finanzieren. Außerdem möchten wir unseren Schuppen/Carport dieses Jahr ein wenig vergrößern, um dort Zeltstangen und weitere Materialen unterzubringen“, bedankt sich Henrike Behrens.

Jugendwehr Eversten

In Spendierlaune war man auch in Eversten, wo die Jugendfeuerwehr im Einsatz war. 34 Helfer, darunter 15 Kinder und deren Eltern, waren laut Jugendfeuerwehrwart Christian Beilken am Samstag im Stadtteil auf Sammeltour – mit motorisierter Unterstützung von fünf Treckern. „Es gab zwar weniger Bäume als in den Jahren zuvor, die Spendenbereitschaft war aber so groß wie immer“, sagt Beilken. Es seien sogar Leute den Gruppen hinterhergefahren, um ihnen doch noch eben fünf Euro zuzustecken. Auch in Eversten lief es also rund.

Berge von Süßigkeiten und prall gefüllte Sparschweine waren das Ergebnis in Etzhorn. Hier liefen am Sonntag Jugendfußballer des SV Eintracht Oldenburg durch die Straßen. Hilfestellung gab es auch hier von Eltern, Betreuern und Trainern. Cheforganisator Klaus Weyhe rechnet vor: „Es waren etwa 150 Beteiligte, darunter 100 Kinder.“ Zum Sammelgebiet zählten 1200 Haushalte, etwa 370 Bäume wurden eingesammelt und lagen schließlich auf dem Parkplatz am Vereinsgelände für die Mitarbeiter des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) zum Schreddern und Abfahren bereit. Das große Helferteam ließ sich derweil gemeinsam ein Frühstück schmecken und schließlich gingen alle zufrieden nach Hause.

Das war in Ofenerdiek nicht anders. Die E- und F-Jugendmannschaften des SV Ofenerdiek mit Eltern und Trainern stärkten sich nach drei Stunden intensiver Arbeit am Büfett im Vereinsheim. Draußen türmte sich der Berg von ausrangierten Christbäumen, die die gut 50 Helfer im Stadtteil eingesammelt hatten. Für die Abfuhr zum Parkplatz hatten laut Verein die Unternehmen Uwe Dechert Logistik und Möbel Weihrauch jeweils einen Transporter zur Verfügung gestellt

Axel de Vries, E-Jugend-Trainer, spricht von einer ungebrochen großen Spendenbereitschaft der Ofenerdieker: „An den Haustüren gab es Süßes oder was für die Spardose. Auch von Leuten, die gar keinen Baum zur Abgabe hatten." Mit dem Wetter hatten die Ofenerdieker auch Glück. De Vries: „Es blieb trocken: Nur die Bäume waren nass.“

Weitere Sammlungen

In den Genuss des bequemen Dienstes ab der Haustür kommen am Samstag, 12. Januar, noch weitere Bürger im Stadtnorden. Die Jugendfeuerwehr Ofenerdiek wird dann wieder bei ihren „Stammkunden“ abgeschmückte Bäume einsammeln. Auch der Förderverein der Grundschule Alexandersfeld organisiert für Samstag wieder eine Sammeltour; Handzettel wurden an den Routen verteilt.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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