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Wettbewerb: Sieger vorgestellt Stadt fördert vier Unternehmen im CCO

Platz für Mut und neue Ideen im CCO und im Core in der Heiligengeiststraße (v.links): Gründungsberaterin Wiebke Friedrich,  Jannik Kirchner als einer der Kultur-Kiosk-Macher, Kumoku-Chefin Sibylle Kleinhans, Antonia Böttinger vom Team der Sexual-Info-Plattform „Lovis“, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Ralph Wilken, der Leiter der Wirtschaftsförderung.

Platz für Mut und neue Ideen im CCO und im Core in der Heiligengeiststraße (v.links): Gründungsberaterin Wiebke Friedrich, Jannik Kirchner als einer der Kultur-Kiosk-Macher, Kumoku-Chefin Sibylle Kleinhans, Antonia Böttinger vom Team der Sexual-Info-Plattform „Lovis“, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Ralph Wilken, der Leiter der Wirtschaftsförderung.

Oldenburg - Vier Unternehmen ziehen neu ins CCO an der Heiligengeiststraße: Ein Kultur-Kiosk und ein Mode-Geschäft mit Jeans-Reparaturwerkstatt neben die Markthalle sowie ökologische Lebensmittelproduktion und Sexualbildung 4.0 für Teenager auf die Core-Fläche. Das ist das Ergebnis eines Wettbewerbs der Wirtschaftsförderung.

Unter dem Motto „Start-up: Dein Aufbruch, unser Antrieb“ hatte die Stadt dazu aufgerufen, innovative Gründungsideen mit sozialem und ökologischem Mehrwert sowie neue Einzelhandelskonzepte für den Rand der Innenstadt zu entwickeln. Die von einer Jury (aus Wirtschaftsförderung, IHK, Geschäftsinhabern und Uni) ermittelten Konzepte gehen zum Teil sofort, zum Teil in den nächsten Wochen an den Start.

„Wir wollen mit dieser Aktion kleine Sprösslinge einpflanzen, beim Wachstum helfen und hoffen, dass sie gedeihen“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Alle Ideen stehen für eine moderne, bewusste und nachhaltige Zukunft.“

Die „sehr spannende Mischung“ verkörpere, „was wir zur Belebung der Heiligengeiststraße und der Innenstadt brauchen“, ist Krogmann überzeugt. Mit Mut und Ideen würden hier „frische Impulse gesetzt und Aufbruch-Stimmung erzeugt“.

Die Wirtschaftsförderung hatte im CCO zwei Ladenflächen für Pop-up-Stores à 35 Quadratmeter für acht Monate miet- und nebenkostenfrei ausgeschrieben. Hinzu kommen je 2500 Euro für Ladenausbau beziehungsweise Geschäftsausstattung. Den Zuschlag für die Läden haben ein Kultur-Kiosk und das Modekonsum-Konzept Kumoku erhalten.

Pop-up-Stores als Experimentierraum für neue Geschäftsideen ermöglichten es, „unkonventionelle und attraktive Formen der Produktpräsentation ohne allzu großes Risiko auszuprobieren“, sagte Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung. Zusätzlich stellt die Stadt acht Monate lang zwei feste Arbeitsplätze für Start-up-Gründungen im Core zur Verfügung. Die Projekte sollten gesellschaftliche Wirkung entfalten oder ein Öko-Projekt anpacken.

Den Zuschlag erhielten die Plattform für Sexualwissens-Vermittlung Lovis und die Kräuterproduktion Vertikali. „Wir wollen so soziale und grüne Gründungen fördern und in der Innenstadt noch sichtbarer machen“, sagte Gründungsberaterin Dr. Wiebke Friedrich.

Kultur-Kiosk

Jannik Kirchner, Michael Viertel, Anastasia Sverdlova und Tobias Reubold installieren dort den Kultur-Kiosk „Ecken & Kanten“. Er soll neben dem klassischen Kiosk-Sortiment aus möglichst regionalem Bezug eine Fläche für Oldenburger Kunst- und Kulturprodukte erhalten und Kunstschaffenden einen Direktvertrieb ermöglichen.

Kumoku

Sibylle Kleinhans wird im „Kumoku“ (steht für „kuratierter Modekonsum“) nicht nur die Lieblingsjeans ihrer Kunden reparieren, sondern ausgewählte Mode, Accessoires und Designobjekte verkaufen – ab 1. Juni.

Lovis

Bei den Plätzen im „Core“ zum Zuge kommen Antonia Böttinger, Jana Pyrek und Sarah Holzenkamp mit ihrer Idee, Jugendlichen eine digitalisierte Vermittlung von Sexualwissen anzubieten. Ihre Plattform „Lovis“ ist eine Sexualbildungs-Website und App mit integriertem Chatbot zur individuellen und anonymen Beantwortung von Fragen – Start sofort.

Vertikali

Den zweiten Arbeitsplatz im Core haben Tom Junge und Felix Jan Kunert mit der Vertikali GmbH gewonnen. Sie wollen vertikal angeordnete Anbauanlagen zur Lebensmittelproduktion – insbesondere Kräuter – entwickeln, betreiben und vermarkten. Als Begleiteffekt soll die eingesparte landwirtschaftliche Nutzfläche für die Artenvielfalt genutzt werden (Projekt „Immerbunt“).

Karsten Röhr
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