Oldenburg - Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUV) Oldenburg und der Kreiselternrat Cloppenburg haben in Oldenburg ihre Zusammenarbeit durch Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung gefestigt. Gemeinsames Ziel der Unterzeichnenden ist es, mit Hilfe der Präventionsaktion „Schlaue Köpfe tragen Helm“ möglichst viele Kinder möglichst frühzeitig an das Fahren mit Helm heranzuführen – auch auf dem Weg zur Kita, zur Schule und nach Hause.

Ein Fahrradunfall in Varrelbusch, bei dem der verunfallte Junge schwere Hirnquetschungen erlitt, führte 2016 zur Gründung der Helmaktion durch den Cloppenburger Kreiselternrat. Seitdem haben die Vorsitzenden Arwid Romey und Michaela Paschen die Helmaktion erfolgreich etabliert und viele Förderer gewinnen können. „Seit 2018 unterstützt uns der GUV OL – finanziell als auch organisatorisch“, erklärt Romey. „Gerne haben wir daher die Idee aufgegriffen, das 50-jährige Bestehen der Schülerunfallversicherung zum Anlass zu nehmen, eine Kooperationsvereinbarung abzuschließen und weitere Kreis- und Stadtelternräte im Oldenburger Land anzusprechen.“ Die Resonanz bei den Angefragten war äußerst positiv. „Elternvertretungen der Landkreise Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch als auch der Städte Delmenhorst und Wilhelmshaven haben sich engagiert und sich über unsere begleitende Starthilfe gefreut“, ergänzt Paschen.

Die Helm-Aktion richtet sich an Grund- und Förderschulen inklusive der angegliederten Kitas. Im Unterricht, Tagesprogramm oder an einem Mobilitätstag setzen sich die Kinder mit der Helm-Thematik und dem sicheren Fahren auseinander. Jedes Kind erhält ein Los und die Chance, einen der Helme zu gewinnen. Der Kopf zählt zu den meistbetroffenen Körperregionen bei Fahrradunfällen. Schädel-Hirn-Traumata sind dabei die häufigste Verletzungsart bei schwerverletzten Fahrradfahrenden. „Ein Fahrradhelm kann bis zu 80 Prozent der Kopfverletzungen unter Schwerverletzten verhindern, 20 Prozent der Kopfverletzungen bei Leichtverletzten“, so Michael May, Geschäftsführer des GUV OL.