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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Sozialverband VdK sieht bedrohliche Entwicklung: „Angst, Unsicherheit und Sorgen“

20.05.2021

Oldenburg Der Blick in den Terminkalender von Alfred H. Seebode spricht eine eindeutige Sprache. Die vielen Einträge zeugen von einem regen Arbeitsaufkommen. Doch der 74-Jährige ist eigentlich ehrenamtlich tätig, als Vorsitzender des Ortsverbandes Oldenburg-Nord. Auch vor der Corona-Pandemie seien viele Gespräche an der Tagesordnung gewesen. „Doch nun steht das Telefon hier quasi nicht mehr still.“

Die Inhalte der Anrufe und E-Mails, die ihn erreichen, gingen mittlerweile weit über das „normale“ Maß der Beratung hinaus. „Angst, Unsicherheit und einfach Sorgen über die Zukunft, das kommt bei vielen unserer Mitglieder nun noch zu ihrer Situation hinzu“, sagt Alfred H. Seebode. Rund 75 Prozent der VdK-Mitglieder lebten an oder unter der Armutsgrenze, seien krank oder sogar schwerkrank, berichtet er. Diesen steht der Sozialverband mit Rat und Tat zur Seite – in Corona Zeiten sogar noch intensiver.

Belastung zu spüren

„Die Inhalte der Beratungen spiegeln die Auswirkungen der Pandemie durchaus wieder“, weiß Kai Pöpken, Sozialrechtsreferent und Kreisgeschäftsführer, beim Sozialverband VdK Oldenburg. Häusliche Gewalt, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Geldsorgen, „die enorme psychische Belastung vieler Menschen ist zu spüren“, sagt Pöpken. Zwar habe man die persönliche Beratung in der Geschäftsstelle zum Schutz von Mitglieder und Mitarbeitern nicht mehr anbieten können, dafür aber die telefonische Beratung ausgeweitet. „Es erreichen uns auch viel mehr Anfragen per E-Mail und per Post“, so der Kreisgeschäftsführer. Der Zuspruch sei groß, die Beratung komme an ihre Grenzen. Und der Rechtsschutz gehe unverändert weiter. Mit den Anträgen, so seine Beobachtung, seien viele Menschen überfordert. Und bei negativen Bescheiden fehle ihnen Mut und Wissen, was nun zu tun sei. Dabei weiß er: „Wer weitergeht, ist meist auch erfolgreich.“

Schere klafft auseinander

So recht zufrieden ist Alfred H. Seebode mit vielen sozialpolitischen Entwicklungen nicht. „Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Es wäre schön gewesen, hätte die Regierung wenigstens den Rentnern, die unter oder an der Armutsgrenze leben, mit einer Rentenerhöhung von zwei Prozent geholfen, gerade bei den zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie. Diese 20 Euro wären für viele ein Lichtblick gewesen“, betont er.

Einen zusätzlichen Service bieten er telefonisch unter (0441/8007574) und einige seiner Vorstandsmitglieder Anke Achtert (0441/9986474) sowie Ingrid und Heinz Gerd Hinrichs (0441/36181352) in Corona-Zeiten an: „Wir stehen unseren Mitgliedern für begleitende Ämtergänge, Einkäufen, den Gang zur Bank oder zum Arzt zur Verfügung – aber auch einfach nur, um zu reden“, sagt der Ortsverbandsvorsitzende. Denn reden, zuhören, Mut machen, das sei in der derzeitigen Situation oftmals das Allerwichtigste.

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