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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Übles von Irrwitzer und Vamperl

11.11.2017

Oldenburg Beelzebub Irrwitzer und Tyrannja Vamperl – allein diese phantasievollen Namen machen Lust auf mehr. Und dazu noch dieser unglaublich komplizierte Titel! „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Da muss wohl ein sehr kreativer Kopf am Werk gewesen sein. Tatsächlich, kein geringerer als Michael Ende, einer der einfallsreichsten deutschen Kinderbuchautoren, hat diese Erzählung 1989 veröffentlicht. Nun bringt das Oldenburgische Staatstheater die phantastische Geschichte als Familienstück in der Vorweihnachtszeit auf die Bühne, in einer Theaterfassung vom Autor selbst.

Beelzebub Irrwitzer ist ein Zauberer, ein Schwarzmagier. Er hat sich bei „Seiner Höllischen Exzellenz“ dazu verpflichtet, jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von bösen Taten zu vollbringen. Er ist spezialisiert auf Umweltzerstörung. Seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, hat sich ebenfalls der dunklen Seite zugewendet und soll im Auftrag des Teufels Böses vollbringen. Ihr Spezialgebiet sind Kapitalismus und Ausbeutung. Doch in diesem Jahr schaffen beide ihr Soll nicht und am Silversterabend gibt ihnen Maledictus Made, ein Abgesandter des Teufels, eine letzte Chance, die vereinbarte Zahl an Missetaten zu erfüllen. Von 17 Uhr bis Mitternacht haben die beiden dafür Zeit. Mit einem Wunschpunsch, der jeden ausgesprochenen Wunsch erfüllen kann, versuchen sie ihr Ziel zu erreichen.

Dabei stehen sie sich nicht nur selbst im Weg, da sie nur widerwillig zusammenarbeiten, sondern auch zwei Spione aus der Tierwelt, die sie auf Schritt und Tritt beobachten. Mit einer Umkehrwirkung des Zaubertrankes können Zauberer und Hexe aber ganz offen ihre üblen Taten angehen, denn jeder Wunsch wird nun in das Gegenteil umgekehrt. Sie könnten sich also einfach etwas Gutes wünschen und schon würde etwas Böses geschehen. Doch die Spione Kater und Rabe lassen sich nicht so leicht austricksen.

Auf die Frage nach Kostüm und Bühnenbild erzählt Dramaturgin Anna-Teresa Schmidt: „Das Familienstück ist ja in erster Linie für die Kinder. Es ist ab 7 Jahren geeignet. Da möchte man natürlich Kostüme und ein Bühnenbild haben, die ansprechend sind und Spaß machen. Dafür haben wir ein bewährtes Team: Britta Leonhardt macht die Kostüme und Uta Materne das Bühnenbild. Die beiden haben schon oft mit Regisseurin Krystyn Tuschhoff erfolgreich zusammengearbeitet.“ Bei den Kostümen stellt sich die Häufigkeit der Aufführungen (bis zum 27. Dezember sind es 35) als besondere Herausforderung dar. Zum einen müssen die Kostüme strapazierfähig, leicht waschbar und vor allem auch schnell trocknend sein. Zum anderen kann bei der Maske nicht mit Elementen wie künstlichen Nasen gearbeitet werden, weil sonst die Haut der Schauspieler zu sehr leiden würde. Bei den zwei Tieren hat man sich für eine Mischung aus tierischen und menschlichen Anteilen entschieden. Der Zauberer Irrwitzer wurde vom klassischen Zauberer, wie ihn Ende beschreibt, zu einem Laboranten im weißen Kittel. Auch das Setting wurde abgewandelt. Anstelle von Irrwitzers Schloss wurde sein Labor in ein altes Schwimmbad verlagert.

Zu guter Letzt sorgt ein Team aus drei Musikern (Christian Ziegler, Martin Glos, Hartwig Germer) für das notwendige Sounddesign. „Wenn man ein Zauberstück inszeniert, dann will man das in jeder Hinsicht auskosten“, erklärt Schmidt. Und so wurden eben nicht nur das Gewand und das Labor des Zauberers entworfen, sondern auch alle Geräusche und Töne, die er beim Zaubern erzeugt. Insgesamt wird es laut Schmidt viel zu lachen geben, zwischendurch klingen auch ernste Töne an, aber am Ende soll sich jeder wohlfühlen.

Jan Breustedt spielt den Zauberer Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, wird von Helen Wendt gespielt. Den Raben Jakob Krakel gibt Fabian Felix Dott, als Kater Maurizio di Mauro wird Fabian Kulp zu sehen sein. Johannes Lange übernimmt die Rollen von Maledictus Made und St. Silvester.

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