Oldenburg - Steht der Bauboom vor dem Ende, ist der Wohnungsmarkt gesättigt, haben Corona und die damit verbundene Möglichkeit zum Homeoffice dazu geführt, dass die Zeit des nahezu ungebremsten Bevölkerungswachstums der Stadt vorbei ist? Fragen, die jetzt noch nicht abschließend beantwortet werden können. Es gibt allenfalls Tendenzen einer nachlassenden Wohnungsnachfrage, die darauf hindeuten – mehr nicht. Dessen ungeachtet ist kostengünstiger Wohnraum begehrt. Gefragt sind auch alternative Arbeits-, Lebens- und Wohnformen.
Alte Färberei
Die Architekten „Droste Droste & Urban“ stellen deshalb am Tag der Architektur an diesem Sonntag ihr Projekt Alte Färberei im Dreieck Pophankenweg/Artillerieweg vor. Bei der Planung und Realisierung der neuen Studentenwohnanlage wurden Kosteneffizienz, Qualität und Nachhaltigkeit gleichermaßen Rechnung getragen. Die Sanitärzellen in den Appartements sind vorgefertigt, die Einbauküchen installiert und großflächige Fenster sorgen für ausreichend Licht in den Räumen. Das Wohnheim besteht aus Gebäude und sind in Teilen barrierefrei. Führungen sind für 11, 13 und 15 Uhr geplant, Treffpunkt ist der Hauseingang Nr. 4.
Alt-Osternburg
Das Wohnprojekt ist mitten im zentral gelegenen Oldenburger Stadtteil Alt-Osternburg unter Führung vom Architekturbüro team3 und der Planungsgruppe freiraum entstanden. Eine Baugemeinschaft, bestehend aus zwölf Parteien zwischen Mitte 30 und 70 Jahre alt, hat ein energieeffizientes und gleichzeitig preiswertes Wohnhaus (KfW 55) mit zwölf Wohneinheiten errichtet. Ein Gemeinschaftsraum, Werkstattkeller, Fahrradwerkstatt, ein Teilen (englisch: Sharing) von Waschmaschinen, Lastenfahrrad und Auto sowie ein Gemeinschaftsgarten gehören zum Kern des Konzeptes. Außenführungen (die Wohnungen sind gut einsehbar) an der Dragonerstraße 28a beginnen um 13, 15, 17 Uhr.
Köterhof
In Donnerschwee öffnet die denkmalgeschützte Hofanlage „Köterhof“ an der Donnerschweer Straße 325 aus dem Jahre 1807 inklusive des neu errichteten Anbaus. Geplant wurde das Projekt vom Architekturbüro „9grad“. Die Bauherren von Capital Real sowie die Architekten stehen von 11 bis 17 Uhr für Gespräche und bei Bedarf auch für Führungen in kleinen Gruppen zur Verfügung. Führungen sind für 11, 13 und 15 Uhr geplant. Anmeldungen dazu per E-Mail an tagderarchitektur@9grad.net und Kontaktverfolgung per Luca App gebeten.
Pfarrheim Brookweg
Das Pfarrheim St. Christophorus am Brookweg 30 von den kbg architekten sowie Horeis + Blatt Landschaftsarchitekten ist ebenfalls beteiligt, Führungen gibt es ab 13 und 15.30 Uhr. Lange lag die katholische Kirche St. Christophorus am Rand der Stadt. Unmittelbar hinter dem Kirchengelände begann der Fliegerhorst. Durch die Entwicklung des Fliegerhorst-Areals zu einem neuen Stadtteil ist St. Christophorus zu einem Scharnier zwischen dem neuen und alten Oldenburg geworden.
Core Heiligengeiststraße
Das Core Oldenburg belebt das City Center Oldenburg an der Heiligengeiststraße, das sich in einer Negativspirale befand. Das vom Büro Neufundland geplante und vom Architekturbüro Angelis und Partner umgesetzte Konzept beinhaltet Co-Working, Streetfood und Veranstaltungen. Im Erdgeschoss ist eine öffentlich zugängliche Markthalle mit Bar und sieben Streetfoodständen entstanden. Führungen beginnen um 10 und 11.30 Uhr.
Alle Führungen erfolgen unter Berücksichtigung der aktuellen Inzidenzwerte nach der geltenden Corona-Verordnung. Nähere Informationen bezüglich der jeweiligen Regeln für die einzelnen Objekte unter:P @ https://www.aknds.de/baukultur/tag-der-architektur
