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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Stadtentwicklung Oldenburg: Neubaupläne für Stadion vor dem Ende?

13.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-13T05:12:47Z 280 158

Stadtentwicklung Oldenburg:
Neubaupläne für Stadion vor dem Ende?

Oldenburg Werden im Sportausschuss an diesem Mittwoch die kommunalen Neubaupläne für ein Fußballstadion neben den Weser-Ems-Hallen beerdigt? Es sieht fast danach aus. Der Stadtsportbund hat die Weichen dafür mit seinem Antrag „Ende des Einsatzes öffentlicher Mittel für einen Stadionneubau in Oldenburg“ gestellt.

Bei der Konferenz der Sportvereine haben 64 Vertretern aus 33 Vereinen, die zusammen 72 Prozent von ca. 42 000 Mitgliedern im Stadtsportbund Oldenburg repräsentieren, einstimmig dafür votiert, die Verwendung von öffentlichen Mitteln für externe Gutachten, die Planung und den Neubau eines Fußballstadions einzustellen, heißt es zur Begründung in dem Antrag – unterschrieben von Ulrich Pohland, Vorstandsmitglied für Organisations- und Vereinsentwicklung sowie Beauftragter des Stadtsportbundes für Sportstättenbau. Der Stadionneubau soll zudem aus den geplanten Baumaßnahmen der Weser-Ems-Hallen GmbH genommen werden, deren Betriebsergebnis über die Steuerzahler konsolidiert wird.

Noch im Mai hatte (der zurzeit erkrankte) Oberbürgermeister Jürgen Krogmann öffentlichkeitswirksam in einer Pressekonferenz im Alten Rathaus die Neubaupläne vorgestellt. Die Zahlen: 10 400 Steh- und Sitzplätze, 19 Millionen Euro Baukosten plus zwölf Millionen für die Herrichtung der Infrastruktur inklusive Bau eines 8,2 Millionen Euro teuren Parkhauses mit 880 Plätzen. Das sanierungsbedürftige Marschwegstadion sei nicht tauglich für höherklassigen Fußball. An diesen Standort müsse zudem erheblich investiert werden – beispielsweise in eine Flutlichtanlage und eine Rasenheizung.

Der Stadtsportbund möchte das eingesparte Geld dafür einsetzen, Sportstätten zu bauen, um den Bedarf an Hallenzeiten zwischen 14 und 18 Uhr für Kinder und Jugendliche zu decken. Zudem müsse der Sanierungsstau bei vorhandenen Sportstätten abgebaut werden. Auch seien Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Sportinfrastruktur in Oldenburg erforderlich. Und zu guter Letzt müsse damit gerechnet werden, dass die Sportstättenbauförderung des Landes gekürzt werde. „Kurz: ein Stadionneubau darf nicht zu Lasten der Infrastruktur der öffentlich-rechtlich getragenen Schulen und des gemeinnützigen Vereinssportes in 112 Sportvereinen umgesetzt werden“, schreibt Pohland zur Begründung.

Sofern ein neues Stadion von privaten Investoren errichtet und betrieben werde, begrüßten die Vereine diese Maßnahme als wichtigen Beitrag zum Stadtmarketing und zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Oldenburg. Weiterhin wurde von der Konferenz der Vereine einstimmig gegen den Verkauf von öffentlichen Einrichtungen oder gar Sportanlagen, hier die Nebenanlagen am Marschwegstadion gemäß Machbarkeitsstudie, zur Schaffung von Eigenkapital für den Bau eines Fußballstadions votiert.
  Der Sportausschuss tagt an diesem Mittwoch öffentlich ab 17 Uhr im Alten Rathaus, Markt 1.

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