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Erbbaurecht ersetzt Pachtvertrag Finanzamt Oldenburg bleibt langfristig in Etzhorn

Blick zurück ins Jahr 2016: 165 Module wurden für das Finanzamt Oldenburg zum Stubbenweg geliefert.

Blick zurück ins Jahr 2016: 165 Module wurden für das Finanzamt Oldenburg zum Stubbenweg geliefert.

Oldenburg - Das Finanzamt wird für die nächsten 55 Jahre an der Wilhelmshavener Heerstraße/Stubbenweg in Etzhorn bleiben. Das Pachtverhältnis mit feststehender Restlaufzeit von etwa neun Jahren mit der Option einer zeitlich befristeten Verlängerung ist durch ein neu bestelltes langlaufendes Erbbaurecht ersetzt worden, teilte eine Sprecherin des Finanzministerium auf Nachfrage unser Redaktion mit.

12,54 Millionen Euro

Das Erbbaurecht sichert dem Land nunmehr die Nutzung des rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks für die Dauer von 55 Jahren zu. Der Erbbauzins beträgt 19 000 Euro pro Monat, das sind 12,54 Millionen Euro in den 55 Jahren. Der Vertrag wurde zwischen dem Land Niedersachsen und der „Johannes Oetken & Söhne GmbH“ geschlossen. An der 91er Straße war der Kaufvertrag zwischen dem Land und Oetken für das ehemalige Finanzamtsgelände nicht zustande gekommen, weil der Rat für das Grundstück und das darauf geplante Gebäude kein Baurecht herstellte. Der von Unternehmer Klaus Oetken präsentierte Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs war durchgefallen.

Auf dem Grundstück am Stubbenweg in Etzhorn befindet sich ein fester Bau in Systemmodulbauweise, in den das Finanzamt im Februar 2017 gezogen war. Das alte Gebäude im Zentrum der Stadt wies starke Mängel an Stützen und Betonbrüstungsplatten auf. Für den Abriss der asbestbelasteten Türme waren 12,7 Millionen Euro eingeplant worden. Als Ersatz wurden für die 300 Mitarbeiter für 15 Millionen Euro 165 Fertigmodule der Firma ALHO mit einer Nutzfläche von 6500 Quadratmetern am Stubbenweg im Stadtteil Etzhorn aufgestellt – dreistöckig und in H-Form auf einer Fläche von rund 90 mal 35 Metern. Der Mietvertrag über dieses Grundstück war über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschlossen worden – mit Option auf Verlängerung für drei mal drei Jahre. 14 Millionen Euro zahlte das Land dafür, weitere 500 000 Euro für die Einrichtung. Dieser Vertrag ist nun durch das Erbbaurecht abgelöst worden. Das Land könnte nun auf dem Grundstück bauen, ohne den bisherigen Eigentümer zu fragen, erklärte Oetken-Geschäftsführer Eelko Möhlmann auf Nachfrage unserer Redaktion.

„Pfusch am Bau“

Der Umzug war notwendig geworden, weil eine Sanierung des Gebäudes an der 91er Straße finanziell nicht vertretbar gewesen wäre, hieß es. Das damals erst 40 Jahre alte Verwaltungsgebäude, das elf Jahre lang geplant worden war, wies gravierende Betonschäden an den Fassadenplatten und Außenstützen auf. Das Finanzministerium sprach von „Pfusch am Bau“.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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