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Oberbürgermeisterwahl in Oldenburg So möchte Fuhrhop auch CDU-Wähler von sich überzeugen

Chelsy Haß
Gemeinsam mit seiner Wahlkampfkoordinatorin Aileen Pfaffe (l.) stellte Daniel Fuhrhop sein Programm vor. Unterstützung bekam er von Grünen-Vorstandsmitglied Fenja Lampe (r.).

Gemeinsam mit seiner Wahlkampfkoordinatorin Aileen Pfaffe (l.) stellte Daniel Fuhrhop sein Programm vor. Unterstützung bekam er von Grünen-Vorstandsmitglied Fenja Lampe (r.).

Oldenburg - Daniel Fuhrhop wechselt in den Angriffsmodus. Nachdem der parteilose OB-Kandidat der Grünen bei der Kommunalwahl 29,91 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte, geht er am Sonntag, 26. September, in die Stichwahl gegen den Amtsinhaber Jürgen Krogmann (SPD; 40,92 Prozent). Jetzt steht er vor der Aufgabe, Wählerinnen und Wähler von sich zu überzeugen.

Dafür hat Fuhrhop am Mittwoch sein 100-Tage-Programm vorgestellt, in dem er acht Punkte anspricht, die er im Fall seiner Wahl in den ersten Monaten angehen möchte.

In einer Auflage von 20 000 Stück soll es ab Donnerstag verteilt werden. „Ich wende mich nicht nur an diejenigen, die nicht gewählt haben, sondern auch an die, die aus Gewohnheit den Amtsinhaber gewählt haben“, sagt Fuhrhop.

100 Tage – Acht Punkte

Der 53-Jährige wolle den Handel in Oldenburg stärken und eine Eigentümerkonferenz auf den Weg bringen, um Ladenflächen aus eigener Hand zu managen und den Branchenmix zu verbessern.

Marktgespräche

Am Donnerstag, 16. September, ist Daniel Fuhrhop von 10 bis 12 Uhr auf dem Pferdemarkt ansprechbar und steht Bürgerinnen und Bürgern für Gespräche bereit. Weitere Termine: Samstag, 18. September, 9 bis 11.30 Uhr am Pferdemarkt sowie 12 bis 13.30 Uhr am Lefferseck

Zudem wolle er das Wohnen sozialer machen. Die Oldenburgerinnen und Oldenburger lieben ihr Einfamilienhaus – das weiß auch Daniel Fuhrhop. Er wolle ein Beratungsprogramm für Eigentümerinnen und Eigentümer starten. Dabei gehe es zum einen um Sanierungen, um Abriss zu verhindern und das Stadtbild zu bewahren. Zudem wolle Fuhrhop über alternative Wohnformen informieren und seine Unterstützung anbieten.

Er plane zusätzlich zu Gesprächen mit der GSG eine rein kommunale Wohnungsgesellschaft sowie eine Wohnungsgenossenschaft. „Es geht nicht darum, das Wohnen in Einfamilienhäusern unmöglich zu machen, sondern auch andere Möglichkeiten aufzuzeigen“, sagt der OB-Kandidat. Große Pläne hat Fuhrhop für den Verkehr in Oldenburg: „Es muss intensiv und konsequent in Radwege investiert werden. Das ist keine Parteienfrage, sondern einfach notwendig. Und wenn uns der Wandel gelingt, wird das in andere Städte Deutschlands ausstrahlen“, sagt er.

Rad- und Fußwege

Zusätzlich wolle er die Stelle eines Fußgängerbeauftragen schaffen, um Mängel zu prüfen und zu beseitigen. Dabei betont er, dass es ihm nicht darum geht, Autofahrern den Platz zu nehmen, sondern lediglich mehr Menschen auf das Fahrrad und in Öffentliche Verkehrsmittel zu bringen, um den Autoverkehr zu entlasten. Ebenso wie die aktuelle Stadtverwaltung unter Krogmann verfolge Fuhrhop das Ziel, Oldenburg bis 2035 klimaneutral zu machen. Es gelte jetzt, den Klimaschutz konsequent umzusetzen. „Dafür möchte ich eine Studie vorbereiten, die den Handlungsbedarf analysiert“, erklärt Fuhrhop. Neben der Modernisierung der Verwaltung, der Gründung eines Kulturdezernats und Begegnungsstätten in den Stadtteilen plane er ein Programm, um die Folgen der Corona-Pandemie, vor allem für Kinder und Jugendliche, abzufedern. Ob es ihm gelingen werde, die CDU-Wähler, die in der ersten Runde für ihren Kandidaten Ulrich Gathmann gestimmt haben, für sich zu gewinnen, werde sich zeigen. „Ich bin parteilos und ich bleibe parteilos. Mein Programm richtet sich an alle Oldenburgerinnen und Oldenburger. Ich stehe für eine ausgewogene Verkehrspolitik mit ökonomischem Sachverstand“, sagt Fuhrhop abschließend.

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