Oldenburg - Im Fall der abgelehnten Lehraufträge des Philosophie-Professors Ulrich Ruschig hat die Studenteninitiative, die Ruschig unterstützt, nun Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Verwaltungsgericht eingereicht. Die Studenten wollen den Fakultätsrat der Human- und Gesellschaftswissenschaften an der Uni Oldenburg damit zwingen, über das Ansinnen der Initiative noch einmal öffentlich zu beraten. Sie stellen sich damit gegen eine Entscheidung des nicht-öffentlich tagenden Dekanats, das Ansinnen der Initiative abzulehnen, obwohl diese fast Unterschriften von Unterstützern eingereicht hatte.

Anfang Juli hatte die Studentenvertretung AStA die Unterstützung einer Klage gegen die Uni angekündigt, weil sie im Umgang mit der Initiative das niedersächsische Hochschulgesetz falsch ausgelegt sieht. Nach Rücksprache mit einem Anwalt hat sich die Studenteninitiative nun allerdings für das abgekürzte Verfahren entschieden, da bei einer reguläre Klage zu viele Zeit bis zur Entscheidung verstreichen würden.