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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Erleichterung in Oldenburg: Joe lebt – aber wie kam er in den Gully?

27.06.2022

Oldenburg Das war für alle wie ein Wunder: Der achtjährige Joe aus Oldenburg, der mehr als eine Woche verschwunden war, lebt. Er wurde am Samstagmorgen in einem Gully entdeckt – nur 200 Meter von seinem Elternhaus an der Ammergaustraße entfernt. Wie der Junge in den Regenwasserkanal gekommen ist, das ist jetzt eine der vordringlichsten Fragen der Polizei. Es gibt noch viele weitere.

Bei Gelegenheit soll Joe von den Beamten befragt werden. Am Wochenende ist das aber noch nicht geschehen. Laut Klinikum Oldenburg wurde der Achtjährige in der Kinderklinik aufgenommen. Der Vater danke der Bevölkerung, hieß es. Weitere Angaben könnten derzeit aber nicht gemacht werden. Wie Stephan Klatte, Pressesprecher der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, mitteilte, war der Junge bei seinem Auffinden äußerlich unverletzt, allerdings unterkühlt. Nach seinen Informationen besteht keine Lebensgefahr.

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Unterdessen geht bei der Polizei die Spurensuche weiter. Eine der Aufgaben der nach wie vor existierenden Mordkommission „Ammer“ werden nun auch die Ermittlungen sein, wann und wo Joe in das verzweigte Kanalsystem gekommen ist. Polizei und OOWV kontrollierten schon am Samstag alle Gullys und Kanalrohre an den Gräben im Umfeld der Fundstelle, fanden aber keinen Hinweis auf eine Einstiegsstelle. Ein mit einer Kamera ausgestatteter Roboter wurde am Sonntag eingesetzt.

Den zentnerschweren Gullydeckel, unter dem der Junge in der Kranichstraße entdeckt worden ist, bekomme auch ein kräftiger Erwachsener nicht ohne Weiteres angehoben, erklärte der Polizeisprecher. Denkbar sei, dass das Kind an einer anderen Stelle des verzweigten Kanalsystems geklettert und durch die Röhren gekrabbelt ist, sagte Klatte.

Aber auch die Möglichkeit, dass ein Verbrechen vorliegt, hat die Polizei noch nicht zu den Akten gelegt. Die Polizei äußerte sich aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht dazu, ob Joe bei seinem Auffinden dieselbe Kleidung trug wie am Tag seines Verschwindens.

Ein Zeugenhinweis um 6.20 Uhr hat zum Entdecken des geistig behinderten Jungen geführt: Demnach hat ein Spaziergänger ein leises Weinen aus dem Gully gehört und sofort die Polizei informiert. Die war nur zehn Minuten später mit Kräften der Feuerwehr vor Ort, die den Gully öffneten und Joe aus seinem Gefängnis befreiten.

Oldenburgs Polizeipräsident Johann Kühme sprach seinen Dank an alle aus, die sich an der Suche nach Joe beteiligt haben: „Mich beeindruckt das große Engagement der vergangenen Tage sehr. Ich möchte mich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften und Menschen bedanken, die mit Empathie und einem hohen persönlichen Einsatz – bis spät in die Nacht – alles getan haben, um ein verschwundenes Kind zu finden. Alle dürfen stolz sein.“

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Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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