OLDENBURG - Schwer krank zu sein, das bedeutet immer eine Veränderung des bisherigen Lebens. Außer einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung ist vor allem die Frage von Bedeutung, wie das Leben nach oder mit einer schweren Erkrankung weitergehen kann. Mit dieser Frage beschäftigten sich die Experten während des Symposiums „Schwerkranke im Fokus“ am Freitag im PFL.

„Eine schwere Erkrankung konfrontiert die Betroffenen mit bedrohlichen Erkenntnissen und Konsequenzen“, berichtet Christine Scheve vom Institut für Palliative Care (ipac). „Nicht nur die Patienten, sondern auch deren Familien benötigen Hilfestellung und sind dabei auf ein gut abgestimmtes Versorgungssystem angewiesen.“

Bei dem Symposium, zu dem das Hanse Institut – Bildung und Gesundheit gemeinsam mit Offis und Palliative Care (ipac) eingeladen hatte, erörterten Mediziner, Pflegende, Informatiker und Wissenschaftler die Möglichkeiten der Versorgung aus unterschiedlichen Perspektiven. „Das Symposium soll zum einen für die Situation Schwerkranker sensibilisieren, zum anderen aber auch den Netzwerkgedanken in der Versorgung vorantreiben“ sagte Hanse-Instituts-Hauptgeschäftsführerin Frauke Wiedermann.

Die Situation Schwerkranker auf Intensiv- und Onkologie-Stationen wurden ebenso diskutiert wie die aktuellen Forschungsergebnisse am Institut für Informatik (Offis). Vorgestellt wurden Techniken, mit den schwerkranke Menschen im häuslichen Umfeld unterstützt werden können.

Eine Kurzfassung aller Beiträge soll ab Mitte Oktober im Internet zu finden sein.