Eigentlich ist das doch eine gute Nachricht. Der Famila-Standort am Scheideweg wird durch eine Aldi-Ansiedlung aufgewertet, der Stadtnorden kann sich über ein zentrales Versorgungszentrum freuen. In einer „Stadt der kurzen Wege“ ist das gewollt. Kurze Wege bedeuten, dass die Umwelt geschont, der Verkehr auf den Hauptverkehrsstraßen reduziert wird.
Der Ausbau zwischen Eßkamp, Scheideweg und Kreyenstraße ist für die Nachbarschaft allerdings keine gute Entwicklung. Sie wird mit mehr Verkehrslärm zu rechnen haben. Die Stadtverwaltung wird in den Baugenehmigungsverfahren darauf achten müssen, dass die Menschen auf den Grundstücken direkt an der Grenze des neuen Sondergebiets vor Lärm und Dreck geschützt werden.
2007, als im Einzelhandelsentwicklungskonzept von einem Ausbau des Standorts am Scheideweg noch abgeraten wurde, hatte die Stadt rund 11.000 Einwohnerinnen und Einwohner weniger als heute. Viele sind in Bürgerfelde/Ofenerdiek hinzugekommen. Dass die Infrastruktur mitwachsen beziehungsweise sich anpassen muss, sollte deshalb außer Frage stehen. Und das gilt im übrigen auch für den Verkehrsbereich – aber das ist ein anderes Thema.
