Oldenburg - Bis in die Abendstunden musste ein Teil der A 29 am Mittwoch gesperrt bleiben. Bereits gegen 12.50 Uhr hatte sich dort in Fahrtrichtung Wilhelmshaven zwischen den Anschlussstellen Oldenburg-Hafen und Ohmstede ein schwerer Auffahrunfall ereignet, bei dem ein Autofahrer so schwer verletzt wurde, dass er noch am Unfallort verstarb.
Drei weitere Unfallbeteiligte erlitten laut Polizeiangaben leichte Verletzungen.
Lkw-Fahrer bewusstlos
Wie Polizeisprecher Stephan Klatte nun mitteilt, habe sich der Unfall wie folgt ereignet: Mit einem Sattelzug war ein 51-jähriger Fahrer, mit Wohnsitz im Ausland, am Mittwoch gegen 12.50 Uhr auf der A 29 unterwegs, als er während der Fahrt laut eigenen Angaben einen Schwächeanfall erlitten und kurzzeitig das Bewusstsein verloren habe.
Als der Mann wieder zu sich kam, habe er noch eine Staubildung vor seinem Fahrzeug wahrgenommen; einen Aufprall auf den vor ihm fahrenden Citroen konnte er jedoch nicht mehr verhindern. Durch die Wucht der Kollision wurde das Auto gegen den vor ihm fahrenden Lkw geschoben und erheblich beschädigt. Schließlich wurde der Lkw gegen einen weiteren, ebenfalls vor ihm fahrenden, Sattelzug geschoben, so dass insgesamt vier Fahrzeuge in den Unfall verwickelt worden sind.
„Der 47-jährige Fahrer des Citroen, der aus dem Landkreis Wesermarsch stammt, starb sofort an den Folgen seiner schweren Verletzungen“, sagt Klatte. Die Fahrer des beteiligten Lkw sowie der beiden Sattelzüge wurden leicht verletzt.
Verkehr umgeleitet
Der 36-jährige Fahrer des Lkw, der aus dem Landkreis Wittmund stammt, wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Mitarbeiter der Rettungsdienste brachten die Leichtverletzten in Krankenhäuser.
Unmittelbar nach dem Unfall sperrten die Einsatzkräfte die Richtungsfahrbahn Wilhelmshaven komplett ab. Der bereits aufgestaute Verkehr wurde zunächst an der Anschlussstelle Oldenburg-Hafen abgeleitet. Fahrzeuge, die sich auf dem bereits gesperrten Teilstück befunden haben, wurden von der Polizei entgegen der Fahrtrichtung kontrolliert zur Anschlussstelle zurückgeführt. Einige weitere Fahrzeuge leitete die Polizei nach vorne an der Unfallstelle vorbei ab.
Für die Bergung der teils schweren Fahrzeuge, musste die Polizei Abschleppdienste mit Kränen anfordern. Aufgrund massiv ausgelaufener Betriebsstoffe richtete die Feuerwehr zudem eine Brandsicherung ein. Erst gegen 20.30 Uhr konnte das gesperrte Teilstück wieder freigegeben werden.
Absperrung manipuliert
Wie Stephan Klatte außerdem mitteilt, habe eine unbekannte Person Teile der von der Autobahnmeisterei aufgestellten Absperrung im Bereich des Autobahnkreuzes Oldenburg-Ost beiseite gestellt. Dadurch sei die Sperrung für viele Autofahrer nicht mehr als solche zu erkennen gewesen, weshalb einige Verkehrsteilnehmer zum Teil mit hoher Geschwindigkeit auf die seit Stunden gesperrte Unfallstelle zufuhren.
„Die Polizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass das Beseitigen von Warnhinweisen nicht nur eine Straftat darstellt, sondern auch weitere, schwere Verkehrsunfälle auslösen kann“, heißt es vonseiten der Polizei.
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern unterdessen weiter an. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich mit den Beamtinnen und Beamten der Autobahnpolizei in Verbindung zu setzen: Telefon 04402/933-0. Ebenso hofft die Polizei auf Hinweise zu der Person, die im Ostkreuz das Absperrmaterial zur Seite gestellt hat.
