Oldenburg - Es summt und brummt auf der Wiese am Otterweg: Bienen und Hummeln fliegen herum, landen auf den Blüten, sammeln Nektar und fliegen wieder davon – ein kleines Paradies auf acht mal fünf Meter Fläche. Auf diesen 40 Quadratmetern wurden bis vor zwei Jahren Autos abgestellt, weiß Frank Schauland (56). Ihm und seiner Ehefrau Hilke (56) gehört das Grundstück, auf dem sie gebaut haben.
Ein grüner Flecken Erde, eine schöne Umgebung, in die sich die Blumenwiese als prächtige Farbtupfer glänzend einfügt. Frank Schauland hat sich beim Naturschutzbund beraten lassen und dort eine Wildblumenmischung gekauft, die er ausgestreut hat. Schottergärten sind ihm ein Graus. „Vorher habe ich eine Blumenwiese, die ich in einem Baumarkt gekauft hatte, untergegraben“, erzählt der Informatiker, der bei der Oldenburger „Business Technology Consulting“ (BTC) ein Software-Entwicklungsteam leitet.
Berufsbedingt arbeitet er viel am Schreibtisch, in der Natur in seinem Garten findet er Entspannung und hat auch einen kleinen Nutzgarten mit Obst und Gemüse angelegt. „Schon als Kind hat mich die Natur begeistert“, erzählt er. Rund ums Haus befinden sich Nisthilfen für Vögel bzw. Fledermauskästen und Wildbienenhotels. Im Garten wird selbstverständlich kein Gift versprüht.
Den Gedanken, mit Hilfe des Naturschutzbundes mit einer Blühwiese etwas für die Natur zu tun, will er weitertragen. Es ist eigentlich ganz einfach, man muss nur eine Fläche umgraben und für die Aussaat vorbereiten, sagt er. Der Erfolg gibt ihm Recht: Nahezu jede Blüte ist von einer Hummel oder Biene besetzt. Mohn-, Korn- und Schleierblumen wachsen, wo einst die Autos parkten. Und die Fläche ist pflegeleicht. Im Februar, so wurde ihm geraten, muss er zur Sense oder zum Mäher greifen und die Blumenreste nach dem Winter absensen bzw. -mähen. Den Rest erledigt die Natur und entwickelt neue Blumen: ein ewiger Kreislauf.
