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Bäume über Gasdruckleitung in Kreyenbrück werden gefällt Der Nikolaus kommt mit der Kettensäge

Jeder rote Punkt bedeutet Fällung:  Neben der Gasdruckleitung, die 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche verläuft, stehen (von links) Thorsten Wieting, Thomas Manke (beide EWE Netz), Henning Eden und Michael Kodde (beide Bürgerinitiative)

Jeder rote Punkt bedeutet Fällung: Neben der Gasdruckleitung, die 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche verläuft, stehen (von links) Thorsten Wieting, Thomas Manke (beide EWE Netz), Henning Eden und Michael Kodde (beide Bürgerinitiative)

Oldenburg - Die Schwere des Eingriffs in die Natur im Bereich Sperberweg/ehemaliger Verschiebebahnhof ist der EWE Netz bewusst, gemeinsam mit einer Bürgerinitiative sucht das Unternehmen die Öffentlichkeit, um auf die am nächsten Montag beginnenden Arbeiten hinzuweisen. Ab dem Nikolaustag werden mehrere Hundert Büsche, Sträucher, kleinere Bäume wie Birken, Erlen und Eschen, aber auch mehrere bis zu 100 Jahre alten Eichen gefällt bzw. stark eingekürzt. Der Grund: Die Wurzeln der Gewächse haben die Ummantelung der 1964 verlegten Gas-Hochdruckleitung angegriffen und zu Korrosionsschäden geführt.

Hier werden  über der Gasdruckleitung Bäume und Büsche gefällt bzw. gerodet: Beim Ortstermin (von links)  Thorsten Wieting, Henning Eden,  Thomas Manke   und Michael Kodde.

EWE NETZ SICHERT AUFFORSTUNG ZU Nach Rodung in Oldenburg soll es Ersatz für Vögel und Insekten geben

Thomas Husmann
Oldenburg

Zentrale Leitung

Die zentrale Ringleitung versorgt Tausende Haushalte mit Gas zum Heizen und Kochen sowie zur Warmwasserbereitung. Die „Erdgasautobahn“ ist in den 60er Jahren auch im Bereich der alten Bäume in etwa 80 Zentimeter Tiefe verlegt worden. Seitdem ließ die EWE Netz der Natur freien Lauf, ein Fehler beziehungsweise Versäumnis wie das Unternehmen heute einräumt.

Seit zehn Jahren habe man mit dem Umweltamt Gespräche geführt. Nun sei der Zielkonflikt zwischen Umweltschutz und Versorgungssicherheit gelöst. Es würden so wenig Bäume wie möglich gefällt, es gäbe Nachpflanzungen und es werde ein Pfad angelegt. Zukünftig sei die Leitung geschützt vor Blitzeinschlägen oder durch umstürzende Bäume auftretende Beschädigungen durchs Wurzelwerk und einer weiteren Zersetzung der Ummantelung, blickten Thomas Manke und Thorsten Wieting von EWE Netz bei einem Ortstermin mit der Bürgerinitiative Sperberweg/Bussardweg zuversichtlich in die Zukunft.

1,2 Kilometer

1,2 Kilometer lang ist die Strecke, auf der gerodet wird. Sie beginnt an der Straße Am Bahndamm in Krusenbusch/Osternburg und führt über den ehemaligen Verschiebebahnhof und die Bahnhofsallee zum Bussardweg, wo sie abknickt zum Sperberweg und von dort wiederum Richtung Reha-Zentrum des Klinikums zur Brandenburger Straße verläuft. Markiert sind die Bäume, die gefällt werden, mit roten Punkten. Auf andere Stämme ist ein großes H mit einem Punkt darunter gesprüht. Sie werden nur bis zu einer gewissen Höhe eingekürzt und bleiben als Habitat der Tierwelt erhalten.

Michael Kodde und Henning Eden bedankten sich im Namen der Bürgerinitiative für die gute Zusammenarbeit. „Die EWE Netz hat auf unsere Bitten durch Ausschachtungen rechts und links von zwei Eichen die Gasleitung freilegen lassen, da wir die Hoffnung hatten, dass die Leitung doch etwas anders verläuft. Das Ergebnis war niederschmetternd. Die Gasleitung verlief genau unter der Hochachse der Bäume und wurde zum Teil von den Wurzeln der Eichen umschlungen. Da sind uns die Argumente ausgegangen…“, heißt es in einer Stellungnahme der BI. Zudem bleiben die Bäume, die jeweils drei Meter von der Leitung entfernt auf der Trasse stehen, erhalten.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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