Oldenburg - Jährliche Klimaschutzinformationen an alle Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer bzw. Haushalte (80.000 Euro), ein „Klimapfad“ in Form eines Netzes von QR-Code-Punkten zur Information mit digitalen Angeboten über Klimathemen im gesamten Stadtgebiet (80.000 Euro), ein „Abfall-Lernpfad“ an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (50.000 Euro): Drei Beispiele dafür, wie die Stadt mit Geld aus dem mit einer Million Euro ausgestatteten Klimafonds außerplanmäßige Klimaschutzprojekte finanziert.

Die Summe wurde in den städtischen Finanzhaushalt 2020 eingestellt, ohne vorab konkret zu wissen, was damit in dem laufenden Haushaltsjahr geschehen soll. Die Verwaltung kann damit sehr kurzfristig reagieren und Projekte fördern, ohne sie anmelden und auf die Genehmigung des Haushalts für das Finanzjahr 2022 warten zu müssen.

Im Umweltausschuss wurden weitere Projekte vorgestellt, die gefördert werden sollen:

  • Social-Media-Klimaschutz-Kampagne zur Bekanntmachung des Ziels „Klimaneutral 2035“, Vergabe der Produktion von Gestaltung und Erstellung von Inhalten (Werbe-Spots), ca. 80.000 Euro
  • Erstellung von 50 Oldenburger Klima-Cartoons durch Hannes Mercker und Herausgabe als Buch zur Verteilung und Abgabe mit Schutzgebühr. Auflage 1000, ca. 13.000 Euro
  • Digitalisierung „Klimaschutzschule“ (Regionales Umweltbildungszentrum, RUZ); Aktualisierung und Aufbereitung digitales Lernangebot: ca. 25.000 Euro
  • Maßnahmenplan „Klimaneutral 2035“: Ermittlung CO 2 -Potenzial der in Auftrag gegebenen Maßnahmen, ca. 80.000 Euro
  • Förderung der Installation von erneuerbaren Wärmeversorgungsanlagen (u.a. Wärmepumpen) ausschließlich für die Umrüstung im Bestand, ca. 80.000 Euro flankierend zu den Zuschüssen, die der Bund gewährt
  • Installation von Photovoltaikanlagen durch den städtischen Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau auf eigenen städtischen Gebäuden, ca. 200.000 Euro
  • Digitalisierung der Klimaschutzschule (Regionales Umweltbildungszentrum, RUZ), Anschaffung von Tablets, Ladekoffer und Notebook: ca. 20.000 Euro
  • „Sonne, Wind & Wasser – Erneuerbare Energien erleben“ (Regionales Umweltbildungszentrum, RUZ), Ergänzung mobiler Stationen für den Betrieb im Freien (Modelle Windkraftanlage, Photovoltaik-Anlage, Pumpspeicherkraftwerk): ca. 20.000 Euro.

Der Umweltausschuss stimmte den Plänen der Verwaltung einstimmig zu.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg