Forscher der Universität Oldenburg wollen mit Laserstrahlen die Leistung der Wind-Anlagen besser vorhersagen. Kurzfristige, starke Änderungen der Windgeschwindigkeit machen Stromhändlern und Netzbetreibern zu schaffen. "> Navigation überspringen
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Uni Oldenburg Forscht Zu Strom Mit Laserstrahlen die Windkraft erfassen

Oldenburg - Sogenannte Windrampen – also starke Änderungen der Windgeschwindigkeit in weniger als einer halben Stunde – machen Stromhändlern und Netzbetreibern immer dann zu schaffen, wenn sie unvorhergesehen auftreten. Erzeugen Anlagen in Offshore-Windparks kurzfristig deutlich mehr oder weniger Strom als vorhergesagt, kann dies Auswirkungen auf das Stromnetz haben, möglicherweise fallen auch Ausgleichszahlungen an.

Wissenschaftler des Zen­trums für Windenergieforschung (ForWind) an der Universität Oldenburg versuchen mit ihrem Forschungsprojekt „WindRamp – Beobachtergestützte Vorhersage von Netzengpässen und möglicher Einspeisung von Offshore Windenergie für die operative Netzbetriebsführung und Handelsprozesse“ zu helfen. Um die Vorhersage von Windrampen zu verbessern, wollen sie Laserstrahlen einsetzen, um den Wind weit vor dem Windpark zu messen, teilt die Uni mit.

Ähnlich wie Radar

Bislang wird die Leistung von Offshore-Windparks vor allem durch computergestützte Wettermodelle prognostiziert. Diese können die Windleistung einige Minuten bis mehrere Tage im Voraus recht zuverlässig vorhersagen. Anhand der Prognosen wird Windstrom an der Strombörse gehandelt. Netzbetreiber benötigen sie, um die Windenergie optimal ins Stromnetz zu integrieren. Windrampen lassen sich aber mit den derzeitigen Methoden oft nicht zuverlässig genug vorhersagen.

Das Projekt „WindRamp“ hat laut Uni die Zielsetzung, den Wind mit Laserstrahlen zu vermessen, bevor er den Windpark erreicht. Dafür werde die Fernerkundungsmethode Lidar (Light detection and ranging) genutzt, die ähnlich funktioniere wie Radar. Lidar-Geräte nutzen Laserpulse, um Abstände und Windgeschwindigkeiten zu ermitteln. „Moderne Lidar-Geräte können Windfelder in zehn bis zwölf Kilometern Entfernung von einem Windpark bestimmen“, sagt Windenergieexperte Prof. Dr. Martin Kühn von der Uni Oldenburg, der das Projekt koordiniert. Solche Messungen will das Forscherteam nutzen, um eine „beobachtergestützte Windleistungsvorhersage“ zu entwickeln. Die neue Prognoseart solle dann in bestehende Verfahren integriert werden.

Mehr Reichweite

Um die Luftströmungen noch besser untersuchen zu können, will das Projektteamlaut Uni die Reichweite und Auflösung von Lidar-Geräten verbessern – mit dem Ziel, den Zeithorizont der Vorhersagen zu erweitern. Die nötigen Messdaten will man rund zwei Jahre lang im Offshore-Windpark Nordergründe nordöstlich von Wangerooge erheben.

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