Oldenburg - Erst vor zwei Monaten ist er gegründet worden – schon jetzt ist so einiges in Planung. Mit dem Verein „Neu-Donnerschwee verbindet“ haben sich die neun Vereinsgründerinnen und -gründer viel vorgenommen.
„Wir möchten gerne alle Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Kaserne zusammenbringen und eine Gemeinschaft entwickeln“, sagt Dirk Lübben. Er ist Erster Vereinsvorsitzender. „Noch müssen einige Dinge geklärt werden – wir haben zum Beispiel gerade erst die Gemeinnützigkeit beantragt und wollen ein Spendenkonto einrichten“, sagt die Zweite Vorsitzende, Ina Lehnert-Jenisch. „Wir wollten nicht ewig warten, bis jede Kleinigkeit geklärt ist, sondern mit der Vereinsarbeit direkt anfangen“, sagt sie. Deshalb hat der Verein alle Bewohnerinnen und Bewohner auf dem ehemaligen Kasernengelände zu einem Nachbarschaftsplausch in Neu-Donnerschwee eingeladen – online und auf Abstand mittels Videokonferenz.
Gärtnern als Thema
„An insgesamt vier Terminen wollen wir uns dem Thema Gärtnern auf dem Balkon oder der Terrasse widmen, Tipps und Erfahrungen austauschen und uns so kennenlernen“, sagt Jenisch. Der erste Termin ist an diesem Mittwoch, 12. Mai, ab 18.30 Uhr.
Auf der Internetseite des Vereins könnten sich Interessierte für die Videokonferenzen anmelden und eine technische Anleitung. „Auch ein kleiner Balkon kann wunderbar bepflanzt werden – das sieht man hier auf dem Quartiersgelände immer wieder sehr eindrucksvoll“, sagt Jenisch, die, genau wie Lübben, bereits seit einigen Jahren in dem neuen Quartier lebt und sich hier wohl fühlt.
Dabei widmet sich der Verein „Neu-Donnerschwee verbindet“ aber bei weitem nicht nur der Gartenarbeit. „Wir möchten uns unter anderem mit Themen wie der Jugendarbeit widmen, eine Anlaufstelle für Senioren sein und verschiedene Hilfsangebote für Bedürftige aufbauen“, erklärt Lübben. Auch Ideen zu Tauschbörsen und der Verkehrssituation auf dem Gelände werden gesammelt.
Quartiersmanagement
Langfristig wolle sich der Verein zusätzlich um das Quartiersmanagement kümmern. „Denn wir merken, dass es so etwas braucht“, sagt der Vorsitzende. Eine feste Anlaufstelle für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers. „Gerne wollen wir versuchen, Projektgelder zu bekommen und etwas in Gang zu setzen“, sagt auch Jenisch. Der Verein wolle sich auch darum kümmern, Treffpunkte zu schaffen, „zum Beispiel für Kinder, die schon etwas zu alt für den Spielplatz sind“, meint Lübben. Die Liste der Vorhaben ist lang.
Sie dienen vor allem einem großen Ziel: „Den Zusammenhalt auf dem ehemaligen Kasernengelände herzustellen“, sind sich die Vorsitzenden einig. Los geht die Vereinsarbeit aber mit dem Nachbarschaftsplausch, der am 12. Mai, 2. Juni, 30. Juni und 21. Juli stattfindet.
