OLDENBURG - Am Thema Bahn kommt kein Politiker im Stadtnorden vorbei: Die Ofenerdieker Monatsdemo gegen Bahnlärm und für die Unterführung ist schließlich längst über die Stadtgrenzen hinweg bekannt. Umgehungs-Trasse, Lärmschutz und Straßentunnel nahmen deshalb breiten Raum beim Wahlforum am Dienstagabend ein.
Jürgen Krogmann (SPD) machte deutlich, dass der Lärmschutz erste Priorität genießt. Der zusagte Lärmschutz muss umgehend entstehen. Ähnlich äußerten sich auch die anderen Politiker auf dem Podium. Da bestehen wir drauf, so Manfred Drieling (FW-BFO). Das müssen wir schnell hinbekommen, meinte Stefanie Harms (FDP).
Dagegen hielt Alexandra Reith (Grüne) den Lärmschutz für ebenso wichtig wie die Forderung nach einer Umgehungstrasse. Sie favorisierte eine Güterverkehr-Umgehungsstrecke östlich der Autobahn 29 (sogenannte Seefeldt-Trasse). Jonas Christopher Höpken (Linke) möchte nicht nur den Güter-, sondern auch den Personenzugverkehr aus dem Stadtgebiet heraushalten. Die von ihm angedachte Trasse verläuft westlich der A 29. Der Lärmschutz darf aber nicht in Konkurrenz zu einer UmgehungsTrasse stehen, sagte er.
Esther Niewerth-Baumann (CDU) riet dazu, erst das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für eine Bahnumgehung abzuwarten.
Einig waren sich die Politiker darin, dass es für den Bahnübergang am Stadtrand in Ofenerdiek eine Lösung geben muss. In der Überlegung ist ein Straßentunnel. Ich weiß aber nicht, ob wir das Problem in fünf Jahren gelöst haben, warnte Krogmann vor zu großem Optimismus. Darin war er sich mit den anderen Politikern einig. Drieling kritisierte die Verwaltung dafür, dass sie kein Schienenwege-Konzept erstellt habe. Das ist verschlafen worden.
Reith berichtete, dass das Land die Machbarkeitsstudie zur Untertunnelung in Ofenerdiek nicht finanziell unterstützen wolle. Auf Nachfrage der
