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60 Millionen-Euro-Investition Die Weser-Ems-Hallen in Oldenburg werden zur Großbaustelle

Das Aussehen der Weser-Ems-Hallen wird sich deutlich ändern. Der traditionelle Bogen der Kongresshalle bleibt allerdings erhalten.

Das Aussehen der Weser-Ems-Hallen wird sich deutlich ändern. Der traditionelle Bogen der Kongresshalle bleibt allerdings erhalten.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Es ist ein dicker Brocken, den die Weser-Ems Halle Oldenburg GmbH & Co. KG zu schultern hat: der Neubau von Kongresshalle und Festsälen sowie Ausbau der Galerie und Bau eines Übergangs zwischen Festsälen und EWE Arena. Mindestens 48 bis 50 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. 11,7 weitere Millionen kommen für die Sanierung der angrenzenden Park- und Kramermarktsfläche hinzu.

Einstimmiges Votum

Und dafür, dass es nicht noch teurer wird, soll zumindest beim Hallenbau ein Totalunternehmer sorgen. In dessen Verantwortungsbereich sollen sämtliche Tätigkeiten vor und während der Durchführung des Bauvorhabens liegen. Für eine solche Lösung hat sich der Rat einstimmig ausgesprochen. Geschäftsführung der WEH und die Stadtverwaltung sehen darin einen großen Vorteil gegenüber einer losweisen Vergabe der Planungs- und Bauleistungen. Ein Totalunternehmer gewähre „ein hohes Maß an Flexibilität bei zu erwartenden Verzögerungen auf der Baustelle, die naturgemäß bei Tätigwerden verschiedener Gewerke parallel oder jedenfalls in engem zeitlichen Abstand auftreten können“.

Vor allem biete es auch Kostensicherheit, betonte Bernhard Ellberg (SPD) im Rat. Da alle Stufen des Bauverfahrens – von der Architekturplanung bis zur Fertigstellung – in einer Hand lägen, gebe es eine „möglichst große Risikoverlagerung“.

Dass dennoch die Belange der Stadt als Mutter der WEH berücksichtigt werden, ist über die Gesellschafterversammlung sowie die Ratsbeteiligung gesichert. Auch soll ein Architekturbeirat „über die Entwürfe schauen“, wie Sebastian Rohe (Grüne) ergänzte.

Angesichts des immensen Investitionsvolumens sprach Ellberg, der auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist, von „keinem Pappenstiel – aber es lohnt sich“. Auch Christoph Baak (CDU) sprach trotz Zeiten knapper Kasse von einer „Investition in die Zukunft, die sich lohnen wird“. Schon jetzt habe die Auslastung der WEH fast das gute Vor-Pandemie-Niveau erreicht. „Das ist das richtige Signal für Oldenburgs Veranstaltungsort Nummer eins“.

Straffer Zeitplan

Die Suche nach einem solchen Totalunternehmer soll umgehend beginnen. Ab Anfang Dezember sollen sich Verhandlungen anschließen, die Ende April abgeschlossen sein sollen.

Im Mai kommenden Jahres soll dann alles „in trockenen Tüchern“ sein. Es soll sich die Planungsphase anschließen, die Anfang Oktober 2025 abgeschlossen sein soll. Erste Arbeiten können allerdings parallel bereits ab Januar 2025 beginnen. Ende 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Zeitplan soll sicherstellen, dass die Einschränkungen für den Betrieb der Hallen so gering wie möglich sein werden.

In mehreren Bauabschnitten soll 2024 und 2025 auch die angrenzende Park- und Kramermarktsfläche saniert werden. Beide Projekte sollen durch die WEH in Form von Bankkrediten finanziert werden, werden also nicht den Haushalt der Stadt belasten. Allerdings bedarf es Bankbürgschaftserklärungen durch diese.

Die Weser-Ems Halle Oldenburg GmbH & Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Diese unterstützt das Veranstaltungszentrum mit einem jährlichen Zuschuss. Für das kommende Jahr sind 5,62 Millionen Euro eingeplant – im Vergleich zu Vorjahr eine Steigerung um 97.740 Euro.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)
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