Oldenburg/Bad Zwischenahn - Mit großer Dankbarkeit blicken die Weggefährten auf ihre Zeit mit Wieland Herold zurück. Der ehemalige Schulleiter des Neuen Gymnasiums – von 1998 bis 2013 – und vierfache Vater, der von 1995 bis 2019 auch Mitglied der Jury zum „Spiel des Jahres“ war und zuletzt in Bad Zwischenahn gelebt hat, ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 71 Jahren gestorben.
Außerordentlich beliebt
Für das Neue Gymnasium sagte Oberstufenkoordinatorin Heike Claussen, die viele Jahre an Herolds Seite gearbeitet hat: „Herr Herold war als Schulleiter außerordentlich beliebt und das hatte einen entscheidenden Grund: Er war Pädagoge aus Überzeugung. Als Schulleiter hat er es immer verstanden, im Umgang mit allen Beteiligten erst Pädagoge zu sein, dann Vorgesetzter und erst am Schluss Verwaltungschef.“ Sein Stil als Schulleiter könne mit einem Satz von Hartmut von Hentig beschrieben werden: „Die Sache klären, den Menschen stärken.“ Herold habe „immer eine offene Tür und ein offenes Ohr für alle Anliegen“ gehabt. „Der Umgang war geprägt von Herzlichkeit und Freundlichkeit. Wir schätzten seinen Humor und seine liebevolle und freundliche Art.“
Unter seiner Leitung sei die Schulentwicklung „entscheidend vorangetrieben“ worden, auch durch die Einrichtung neuer Fächer wie Darstellendes Spiel, Informatik und Philosophie.
Spielekritiken
Als Mitglied der Spiel-des-Jahres-Jury wählte Herold von 1995 bis 2019 das „Spiel des Jahres“ mit aus. Auch Schülerschaft und Kollegenkreis wurden in AGs zum Ausprobieren angestiftet. Zahllose Spiele spendete Herold auch noch nach seiner Pensionierung. Heike Claussen sagt: „Diese Leidenschaft und Großzügigkeit ist einer der Gründe für unseren Extra-Spieleraum, der sehr beliebt ist.“
Herold schrieb bereits seit den 80er-Jahren unzählige Spielekritiken – in seinem Verständnis als Förderer immer wohlwollend. Und so war er auch als Mitspieler, wie ein Weggefährte schreibt: „Er war herzlich und großzügig, interessiert und zugewandt, offen und engagiert. Es machte Spaß, mit Wieland zu spielen, weil er am Spielen Spaß hatte. Weil er mit Ernst und Leidenschaft dabei war, aber trotzdem nicht spielte, um hinterher der Sieger zu sein. Weil er wusste, dass beim Spielen alle gewinnen.“
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