Oldenburg - Erkenntnisse zum Orientierungssinn von Zugvögeln haben einem Team um den Oldenburger Wissenschaftler Prof. Hendrik Mouritsen internationale Aufmerksamkeit beschert. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ zeigen die Forschenden, dass das Eiweiß Cryptochrom 4 in der Netzhaut von Vögeln empfindlich auf Magnetfelder reagiert. Damit dient es höchstwahrscheinlich als Magnetsensor.
Während Menschen die Welt mit fünf Sinnen – Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten – wahrnehmen, orientieren sich viele Tiere auch am Erdmagnetfeld. Schon seit längerem hat ein interdisziplinäres Team der Universitäten Oldenburg und Oxford Hinweise dafür gesammelt, dass der Magnetsinn von Zugvögeln wie Rotkehlchen auf einem lichtempfindlichen Eiweiß im Auge beruht. Nach Angaben der Universität Oldenburg wurden die Forschungsergebnisse ausschließlich experimentell gewonnen. Tierversuche seien nicht erforderlich gewesen.
Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu diesem Erfolg gelang Jingjing Xu, Doktorandin in Prof. Mouritsens Arbeitsgruppe an der Universität Oldenburg.
